#metoo? Nein, danke!

Clemens Köfalvi ist Schüler des 5. Jahrganges der Abteilung Produktmanagement & Präsentation an der HBLA Oberwart. In unserer Rubrik „Am Schulhof“ spricht er über seine Sicht zur #metoo-Debatte.
Clemens Köfalvi, HBLA Oberwart

In jüngster Zeit kursiert der berüchtigte Hashtag „meetoo“ durch die Medien – ausgelöst aufgrund der Vorwürfe der sexuellen Belästigung von Frauen durch hohe Politiker wie Peter Pilz oder Prominente wie Harvey Weinstein.
Dies führt dazu, dass manche Frauen, welche auf der neuesten Welle des Feminismus mitschwimmen, selbst definieren, was sexuelle Belästigung ist. Man denke etwa an den Fall Hugh Mungus aus den USA. Zur Erklärung: Eine Feministin veröffentlichte im August des Vorjahres ein Video auf YouTube, in dem sie lautstark einen Mann beschimpft und beschuldigt, sie sexuell belästigt zu haben. Der Mann hatte auf ihre Frage nach seinem Namen geantwortet, dass er „Hugh Mungus“ heiße. Sie empfand dies als Anspielung auf seinen Penis. „Humongous“ heißt nämlich riesig, gigantisch.

Was genau sexuelle Belästigung bedeutet, ist im Gesetz klar definiert und wird dementsprechend geahndet. Das ist gut und richtig. Immer wieder aber möchte man die „bösen“ Männer für lächerlich harmlose oder absolut unschuldige Handlungen oder Aussagen zur Rechenschaft ziehen. Diverse Damen verstecken sich dann hinter der Anonymität des Internets, stellen Behauptungen über sexuelle Belästigung auf und verlangen manchmal sogar horrende Summen zur Wiedergutmachung.

Dass sexuelle Belästigung nicht toleriert werden darf, steht natürlich außer Frage.
Das Problem dabei ist, dass diese ganze Diskussion wieder ein gefundenes Fressen für die Bestie namens „Political Correctness“ ist – eine Ideologie, welche den Menschen zu „globalisieren“ droht und seine Identität und Kultur einschränkt und auch zerstört. Dabei geht es darum, den Menschen vorzuschreiben, was sie zu sagen, und wie sie zu denken haben. Für mich ist das ein Konflikt mit dem Recht zur freien Meinungsäußerung.
Somit ist diese Debatte rund um „#meetoo“ weitgehend redundant. Die Öffentlichkeit sollte ihr Auge auf wesentlich wichtigere und dringlichere Probleme richten.

Ausgabe 12/2017


Clemens Köfalvi
18 Jahre jung
Schüler der Abteilung Produktmanagement und Präsentation an der HBLA Oberwart

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