Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Wenn Essen zur Beschwerde wird!

Hannah Halwax, Susanne Schedl, Tina Reinfeld und Anika Kirnbauer sind Schülerinnen der 5. Klasse der HLW in Pinkafeld und arbeiten für ihre Matura an der Diplomarbeit. Da Hannah selbst eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hat, haben sich die vier Maturantinnen intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. In der prima! Serie „Am Schulhof“ berichten sie über ihre Ergebnisse - und haben auch ein Rezept parat.
Hannah Halwax, Susanne Schedl, Tina Reinfeld und Anika Kirnbauer – HLW Pinkafeld
Foto: Rawpixel.com/Shutterstock.com

Hannah isst mit ihren Freundinnen eine Pizza. Zuhause bekommt sie starke Bauchschmerzen, denn Hannah ist eine von vielen Österreichern, die an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden. Aber was ist der Unterschied zwischen Unverträglichkeit und Allergie?
Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit arbeitet ein Enzym oder Transportmechanismus im Darm nicht richtig. Dadurch können gewisse Stoffe der Lebensmittel nicht oder nicht ausreichend verdaut werden. Eine Nahrungsmittelallergie hingegen ist eine allergische Reaktion, also eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Bestandteile der Nahrung (Allergene).

Welche Unverträglichkeiten gibt es nun? In Hannahs Fall handelt es sich um eine Glutenintoleranz, eine der vier häufigsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Gluten ist das Klebereiweiß (sorgt für den Zusammenhalt des Teiges) in bestimmten Getreidesorten. Die häufigste Unverträglichkeit ist die Laktoseintoleranz. Wer darunter leidet, hat einen Mangel oder gänzliches Fehlen des Enzyms Laktase. Deshalb kann der Milchzucker (Laktose) nicht ausreichend verdaut werden. Eine weitere Nahrungsmittelunverträglichkeit ist die Fruktoseintoleranz, bei dieser funktioniert die Aufnahme von Fruchtzucker (Fruktose) im Dünndarm nicht richtig. Weniger bekannt ist die Histaminintoleranz. Bei dieser wird das im Körper vorhandene Histamin nicht oder nur teilweise abgebaut. Wer darunter leidet, kann beispielsweise Käse, Alkohol oder Fisch nicht richtig verdauen.

Wie bemerkt man eine Nahrungsmittelunverträglichkeit? Zu den typischen Symptomen zählen Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen sowie Durchfall. Durch diese Beschwerden wurde auch Hannah auf ihre Unverträglichkeit aufmerksam. Bei einem Verdacht sollte man einen Arzt oder einen Diätologen kontaktieren. Mit der richtigen Lebensweise kann man das Problem aber gut in den Griff bekommen.

Ausgabe 11/2017


Rezept für ein glutenfreies Brot
Zutaten:
• 500 g Backmischung für Brot, glutenfrei
• 1 Packung Germ
• 1 Teelöffel Salz
• 50 ml Öl
• 450 ml kaltes Wasser

Zubereitung:
Die Backmischung sowie die Germ in eine Schüssel geben und verrühren. Danach Wasser und Öl dazu. Zuerst mit dem Knethacken auf niedriger Stufe und dann 4 Minuten auf höchster Stufe kneten lassen. Anschließend das Brot in eine eingefettete Form geben und 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Zuletzt bei 200°C (Ober-und Unterhitze) ca. 55-60 Minuten backen.

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