Klar geht’s um die Umwelt, aber auch um leistbares Fahrvergnügen

Warum ein E-Auto fahren? Diese Frage haben wir uns auch gestellt und den Hyundai IONIQ Elektro getestet. Unser Fazit: Allein die Serien-Ausstattung rechtfertigt den Preis. Das gute Gefühl der schadstofffreien Fortbewegung gibt‘s gratis dazu.
Foto: prima!

prima! hat den IONIQ Premium BEV vom Autohaus Fürst getestet. Dieses E-Auto mit 120 PS gibt es bereits mit einer hochkarätigen Serienausstattung. Der Stromverbrauch liegt bei 11,5 kWh/100 km.

 

Es sind immer die gleichen Fragen in der Diskussion um die Elektromobilität: Wie ist die Reichweite? Gibt es genügend Ladestationen und ist der Einstiegspreis nicht zu hoch? Hyundai hat sich dennoch der ökologischen Idee der E-Mobilität verpflichtet und räumt mit seinem IONIQ gegen diese Vorurteile auf.
280 Kilometer Reichweite und ein Vollladen um etwa 5 Euro sind schon einmal Fakten, die den täglichen Weg zur Arbeit und sogar Wochenendausflüge problemlos sichern – das Ganze natürlich emissionsfrei.

Scotty, Energie!
Die aktuelle Reichweite wird auf dem Display des Bordcomputers angezeigt. Außerdem präsentiert das Navigationssystem mit 8 Zoll Farbdisplay eine Liste (inklusive Entfernungsangabe) der nächst gelegenen Ladestationen – und da gibt es erstaunlich viele. Die Infrastruktur wurde in den letzten Jahren im Bereich E-Mobilität ordentlich ausgebaut und über eine Schnellladestation kann man in etwa 20 Minuten die Batterien wieder auf bis zu 80 Prozent laden – gerade Zeit genug für einen Kaffee.
Um die Reichweite zu verlängern hat der IONIQ Elektro auch die sogenannte Rekuperation, also eine Energie-Rückführung. Das System kann man auch über Schaltwippen am Lenkrad aktivieren. Der Akku hat übrigens eine Garantie auf acht Jahre (bis 200.000 km).
Optisch erkennt man die E-Version des IONIQ an der Frontpartie, die gänzlich ohne Kühlergrill auskommt.
Der Start erfolgt völlig geräuschlos und der 120 PS Elektromotor setzt sofort die volle Kraft frei.

Bleibt noch die Sache mit dem Einstiegspreis. Der liegt beim Hyundai IONIQ Elektro bei 33.990 Euro, wobei gleich einmal die E-Förderung von 4.300 Euro abzuziehen ist. Ein Blick auf die Serienausstattung zeigt, dass kaum noch Raum für Extras ist. Spurhaltesystem, Autonomer Notbremsassistent, Abstandregeltempomat mit Geschwindigkeitsbeschränkung bis hin zur Rückfahrkamera mit Begrenzungssignalisierung rechtfertigen den Preis deutlich.
Die motorbezogene Steuer und NoVA entfallen außerdem. Durch die Steuerreform sind E-Autos für Unternehmer noch interessanter geworden. Sie sind nicht nur vorsteuerabzugsfähig (bis zu 48.000 Euro), sondern es entfällt auch der Sachbezug, wenn sie als Dienstfahrzeug genutzt werden. (Stand Juli 2018)

Beitrag aus Ausgabe 07/2017


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