Arbeiterkammer fürchtet Verschlechterung bei ärztlicher Versorgung

Angesichts der bevorstehenden Fusion der Krankenkassen wendet sich der burgenländische AK-Präsident Gerhard Michalitsch in einem offenen Brief an die Landespolitiker und bittet das Gesetz abzulehnen. Er befürchtet höhere Selbstbehalte und Leistungskürzungen.
Peter SITAR / 17. Oktober 2018
Foto: Peter Sitar

Die Arbeiterkammer befürchtet eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung

 

„Die Kassenfusion ist eine Mogelpackung“, spart AK-Präsident Gerhard Michalitsch nicht mit Kritik an dem derzeit in Begutachtung befindlichen Sozialversicherungs-Organisationsgesetz. In einem offenen Brief fordert der burgenländische AK-Präsident sämtliche Bürgermeister des Landes sowie die Landtags-, National- und Bundesrats-Abgeordneten auf, das Gesetz zur Kassenreform abzulehnen.
„Da ist nicht drin, was drauf steht. Entgegen der Beteuerungen der Bundesregierung hat das Sozialversicherungs-Organisationsgesetz weitreichende Auswirkungen auf die Länder und Gemeinden, aber auch für die Bevölkerung und regionale Wirtschaft sowie die Sozialpartner“, befürchtet Michalitsch massive Verschlechterungen. Geplant sind die Errichtung einer neuen „Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)“, die die neun Gebietskrankenkassen ersetzen soll sowie die Reduktion der 21 Sozialversicherungsträger auf fünf. Damit bleibt pro Bundesland gerade mal eine Landestelle.
Weiters befürchtet die Arbeiterkammer im Burgenland, dass es bis zu 30 Hausärzten weniger geben würde.

www.bgld.arbeiterkammer.at/


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