Borkenkäfer bedroht weiter die Wälder

Für Waldbesitzer ist die Bedrohung durch den Borkenkäfer seit Jahren eine Herausforderung. Im Burgenland setzt man seitens des Landes auf ein strenges Monitoring
Peter SITAR / 19. Oktober 2018
Foto: LandesmedienService

Andreas Laschober von der Forstverwaltung, Agrar-Landesrätin Verena Dunst und Hubert Iby, Forstdirektor des Burgenlandes

In einigen Waldregionen Österreichs – speziell im Wald- und Mühlviertel oder auch in Teilen der Steiermark und Salzburgs – verursachten die Borkenkäfer im heurigen Jahr Schäden von massivem Ausmaß. Ausschlaggebend für diese Massenvermehrung war die verminderte Vitalität der Fichtenwälder infolge Trockenheit und Klimaerwärmung. „Das Burgenland war von dieser katastrophalen Entwicklung in diesem Jahr nicht betroffen. Dennoch wurde – so wie in den Vorjahren – an vielen Orten ein regionaler einzel- und gruppenweiser Befall durch Käfer festgestellt. Das Schadholz wird sowie im Vorjahr nach derzeitigen Schätzungen ca. 100.000 Festmeter oder 12 Prozent des Gesamteinschlags betragen. Deshalb kann auch für das nächste Jahr bezüglich Käfergefahr keinesfalls eine Entwarnung gegeben werden. Die Waldeigentümer, und hier vor allem die Eigentümer kleinerer Einheiten, sind deshalb aufgefordert, ihre Wälder zu begehen und befallene Stämme noch vor dem Frühjahr zu entnehmen. Dadurch kann der Infektionsdruck für das nächste Jahr vermindert werden“, betonte Agrarlandesrätin Verena Dunst in Rechnitz hinsichtlich der aktuellen Borkenkäfersituation in den burgenländischen Wäldern.

Die relativ günstige Situation im Burgenland ist auf die Bemühungen der Forstbehörden, aber auch auf die politischen Hilfestellungen zurückzuführen. Dunst dazu: „Die Forstbehörden in den drei südlichen Bezirken waren auch in diesem Jahr besonders gefordert. Es gingen laufend Anzeigen der Forstaufsichtsorgane und besorgter Waldeigentümer ein, die rasch weiterverfolgt werden mussten. Die aktiven Bekämpfungsmöglichkeiten durch Fangbäume und Fallen sind auf die Sommermonate, also auf die Flugzeit der Käfer, beschränkt. In der kalten Jahreszeit überwintern die Käfer unter der Rinde oder im Boden. Die Hauptaufgabe besteht deshalb derzeit darin, befallene Stämme aus dem Wald zu entfernen“, so Dunst. Daher werde man die weitere Entwicklung der Lage der Borkenkäfer in den Wäldern weiter sehr aufmerksam verfolgen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen setzen zu können.

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