Buschenschenken sollen bis zu sechs Monate offen haben dürfen

Nach rund 39 Jahren soll es nun eine umfassende Novellierung des Buschenschankgesetzes im Burgenland geben. Der Entwurf dazu liegt bereits zur Begutachtung und soll auch noch im heurigen Jahr im Landtag beschlossen werden. Das gab nun Agrar-Landesrätin Verena Dunst bekannt.
Peter SITAR / 23. August 2018
Foto: Peter Sitar

Neue Regelungen für die Buschenschank-Betriebe im Burgenland

 

Neu geregelt werden die Bestimmungen für die Buschenschenken im Burgenland. Mit der neuen Novelle wird es für die Betreiber zahlreiche Neuerungen und Erleichterungen geben. Die Überlegung dahinter formuliert Agrar-Landesrätin Verena Dunst so: „Den verbliebenen 2000 haupterwerblichen und rund 5000 nebenerwerblichen Agrarbetrieben muss das Überleben für die Zukunft erleichtert werden.“

Konkrete inhaltliche Änderungen soll es nun in drei Bereichen geben. „Es gab bisher eine sachlich für nicht gerechtfertigte Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebenerwerbslandwirtinnen, die einen Buschenschank betreiben. Diese sollen nun völlig gleichgestellt werden“, erklärt Dunst. Auch die bis dato geltenden vier Wochen, die ein Buschenschankbetrieb nach dem Ausstecken geschlossen haben musste, sollen nun der Vergangenheit angehören. Vielmehr dürfe man in Zukunft sechs Monate am Stück offen haben, wenn man dies logistisch bewerkstelligen könne – so Dunst.

Auch das Verbot der Abgabe von Süss- und Salzgebäck fällt.

Als letzten Punkt wurde eine Verwaltungsvereinfachung in den Novellierungsentwurf aufgenommen, der es den Buschenschankbetreibern nun ermöglicht, mit einer Meldung jährlich alle seine Ausschankzeiten bekanntzugeben. Bis dato musste man vor jedem Aufsperren 14 Tage im Vorhinein einen Antrag dahingehend stellen.

Neben der Erleichterung für die Buschenschankbetreiber sieht Dunst in der Novelle auch ein wichtiges Signal für den regionalen Tourismus.

 

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