Land kauft Bahnstrecke bis Großpetersdorf

Das Land Burgenland, konkret die Verkehrsinfrastruktur Burgenland (VIB), übernimmt von der Südburgenländischen Regionalbahn (SRB), die Bahnstrecke von Unterwart bis Großpetersdorf. Damit gehört der VIB die 34-Kilometer-Strecke von Friedberg über Oberwart bis Großpetersdorf. Große Hoffnung setzt man auf den Güterverkehr und die Wiederherstellung der Bahnverbindung von Oberwart bis Szombathely.
Peter SITAR / 23. Juli 2018
Foto: Peter Sitar

Die Holzverladung am Bahnhof in Oberwart soll bald Geschichte sein

 

Großer Bahnhof am 23. Juli am ehemaligen Bahnhof von Rotenturm, beim Werk von Holz-Fischer. Neben den Spitzen des Landes, Landeshauptmann Hans Niessl, Landesrat Alexander Petschnig, Landtagspräsidentin Ilse Benkö, war auch Bundesminister Norbert Hofer gekommen, um ein eher ungewöhnliches Ereignis zu feiern. Das Land Burgenland kauft über die VIB die Bahnstrecke von Unterwart bis Großpetersdorf von der SRB (Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart).

Großes Potenzial sieht man hier vor allem im Güterverkehr. So ist es gelungen, die Jahrestonnagen von 50.000 Tonnen zwischen Oberwart und Friedberg auf 100.000 Tonnen zu steigern. Experten sehen hier durchaus noch Luft nach oben. Einen Neukunden gibt es bereits: Die Firma Holz Fischer. Junior-Chef Bernhard Fischer will von hier seine Edelhölzer mit dem Zug quer durch Europa verschicken. Dazu wird eine eigene Verladestation errichtet. Hier soll auch künftig die Holzverladung vom Bahnhof Oberwart abgewickelt werden.

Sowohl Landeshauptmann Hans Niessl, wie auch Minister Norbert Hofer, sehen den Erwerb dieser Strecke als ersten Schritt für die Wiedererrichtung der Bahnstrecke Oberwart – Szombathely. Niessl: „Dazu sind wir in laufenden Gesprächen mit den Ungarn.“ Minister Hofer: „Das wäre ein ganz wichtiges Zukunftsprojekt.“

VIB-Geschäftsführer Andreas Reiner gibt sich zuversichtlich, die neue Strecke demnächst aktivieren zu können: „Derzeit laufen die Behördenverfahren, die dürften aber bald abgeschlossen sein.“ Ein kritischer Punkt ist dabei die Eisenbahnkreuzung mit der B 63. Hier denkt man über eine Schrankenlösung nach.

 

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