Sprache, Werte und Demokratie

Nicht erst seit dem großen Flüchtlingsansturm 2015 führen die Burgenländischen Volkshochschulen Sprachkurse für Asylwerber durch. Dabei wird nicht nur die Sprache vermittelt, sondern auch Werte und Demokratie. Eine Gemeinde, wo das sehr gut funktioniert, ist Stinatz im Bezirk Güssing.
Von Peter Sitar / 9. Juli 2018
Foto: Peter Sitar

„Uns geht es bei unseren Sprachkursen nicht nur um die Vermittlung von Deutsch-Kenntnissen, sondern auch um die Vermittlung von Werten, wie Demokratie und Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann“, erklärt die Geschäftsführerin der Burgenländischen Volkshochschulen (VHS), Christine Teuschler. Die VHS können dabei auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen, denn in den letzten Jahren haben sie Hunderte solcher Kurse im Burgenland abgehalten.
Für dem Stinatzer Bürgermeister Andreas Grandits sind diese Kurse ein wesentlicher Beitrag zur Integration der Asylwerber: „Die Sprache ist entscheidend, um sich verständigen zu können.“ Darüber hinaus werden in den Kursen auch jene Werte vermittelt, die das Zusammenleben in Österreich prägen. 2015 waren in der Gemeinde 125 Asylbewerber untergebracht, aktuell sind es an die 50.
Finanziert werden die Kurse über Bedarfszuweisungen des Landes an die Gemeinden. Damit werden vor allem die Kosten für die Trainer/innen abgedeckt. „Das funktioniert im Burgenland sehr gut“, freut sich Christine Teuschler.
In Stinatz kommen die Asylwerber aus Afghanistan, Irak, Pakistan, Russland, China und Tibet. Bei den Kursen, die insgesamt 120 Stunden dauern, wird großer Wert auf Pünktlichkeit und Anwesenheit gelegt. „Das funktioniert in Stinatz sehr gut“, berichtet Krisztina Kavan vonn der VHS.


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