Land trauert um Sepp Laubner

Sepp Laubner verstarb in der Nacht auf den 18. September 2020 im 71. Lebensjahr.
Redaktion / Landesmedienservice Burgenland / 18. September 2020
Foto © Landesmedienservice Burgenland

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil mit Sepp Laubner vor dessen Bild „Abschiedssymphonie“, das 2019 anlässlich des Internationalen Events zum 210. Todestag Joseph Haydns entstand

 

Der bekannte burgenländische Künstler und Mitbegründer des Kultur- und Aktionszentrums Cselley Mühle in Oslip Sepp Laubner ist in der Nacht auf den 18. September 2020 nach schwerer Krankheit im 71. Lebensjahr verstorben. Das sei ein unersetzlicher Verlust für das Kulturland Burgenland, der ihn auch persönlich zutiefst betroffen mache, zeigt sich Landeshauptmann und Kulturreferent Hans Peter Doskozil in einer ersten Reaktion bestürzt: „Sepp Laubner war nicht ohne Grund der wohl bekannteste und erfolgreichste burgenländische Künstler seiner Generation. Er hat es wie kein anderer verstanden, das Lebensgefühl und die Landschaft unseres Bundeslandes in unverwechselbare Farbkompositionen zu übertragen. Das hat ihn zu einem malenden Botschafter des Burgenlandes gemacht.“ Sepp Laubner habe die moderne Malerei im Burgenland mitbegründet und sei damit zum Vorbild für viele junge Künstlerinnen und Künstler geworden. „Für die zeitgenössische Kunst des Burgenlandes, mit ihrer ganzen Vitalität und Vielfalt, war Laubner ein Pionier und Wegbereiter“, betonte Doskozil. Geprägt habe er die burgenländische Kulturlandschaft aber auch durch seine langjährige Tätigkeit in der Cselley-Mühle, die er gemeinsam mit dem ebenfalls viel zu früh verstorbenen Robert Schneider „erfunden“ und zur Institution gemacht habe. „Mein Mitgefühl gehört in diesen schweren Stunden den Angehörigen Sepp Laubners, vor allem seiner Ehefrau“, so der Landeshauptmann.

Laubner wurde 1949 in Eisenstadt geboren. Noch während seines Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in Wien hat er mit dem Fügerpreis der Akademie seine erste Auszeichnung erhalten. Für einige Jahre arbeitete er nach dem Studium als Kunsterzieher am Theresianum in Eisenstadt. 1976 gründete er gemeinsam mit dem im Vorjahr verstorbenen Keramikkünstler Robert Schneider das „Kultur- und Aktionszentrum Cselley Mühle“ in Oslip, mit dem österreichische Kulturgeschichte geschrieben wurde. 1997 durfte Laubner den Preis der Burgenlandstiftung entgegennehmen. Es folgten diverse Ausstellungen im Inland und im Ausland, unter anderem in New York, Brüssel, Paris, Seoul, Venedig und Mailand sowie Teilnahmen bei Kunstmessen in New York, Frankfurt, Dornbirn, Basel und Wien. 2019 wurde er mit dem Kulturpreis des Landes Burgenland geehrt. Laubner malte bis zuletzt in seinem Atelier in der Cselley Mühle.

 


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