Chance für Bahn durch Südburgenland-Minister

Jetzt könnte Bewegung in die Bahn kommen. Der Pinkafelder Norbert Hofer (FPÖ) hat in der neuen türkis-blauen Bundesregierung das Ministeramt für Infrastruktur übernommen - und steht den Plänen um den Schienenverkehr sehr positiv gegenüber.
Peter Sitar, Nicole Mühl
Foto: Peter Sitar

Im „GHZ Südburgenland vital“ in Pinkafeld wurde Minister Norbert Hofer kürzlich ein offizieller Empfang bereitet. Hofers langjährige politische Wegbegleiterin, Ilse Benkö, hielt die Laudatio auf den Minister aus Pinkafeld. Foto v. l.: GHZ-Eigentümer Hans Pöll, Minister Norbert Hofer und 3. LT-Präsidentin Ilse Benkö

 

Es ist ein jahrzehntelanger Dauerbrenner, der immer wieder für hitzige Diskussionen bei den Südburgenländern sorgt: Die Bahn!
2011 fuhr der letzte Personenzug auf der Strecke Friedberg-Oberwart. Seither ist eine direkte Zugverbindung von der südburgenländischen Bezirkshauptstadt nach Wien nicht mehr möglich. Dabei ist seit über einem Jahrzehnt immer wieder sogar die Rede von einer Reaktivierung der Strecke Oberwart-Szombathely. Diese sollte ursprünglich auch die Verbindung in die Oststeiermark miteinbeziehen.

Die Situation derzeit: Die 28 Kilometer lange Bahnstrecke von Friedberg nach Oberwart wurde im Vorjahr von den ÖBB an die landeseigene Gesellschaft „Verkehrsinfrastruktur Burgenland (VIB)“ verkauft.
Jetzt laufen die Vorarbeiten, damit die VIB die Strecke auch grundbücherlich übernehmen kann, wie Geschäftsführer Andreas Reiner bestätigt. Vorerst sei hier nur die Weiterführung des Güterverkehrs geplant, so Reiner. Fahren könne auf dieser Strecke aber jeder, der über die notwendigen Genehmigungen verfüge. Personenverkehr also nicht ausgeschlossen.

Wenig Neues gibt es in Sachen Grenzbahn – der angedachten Verbindung zwischen Oberwart und Szombathely. Hier hänge es vor allem davon ab, wie hoch die EU dieses Projekt fördern kann und will, wird der Ball elegant nach Brüssel weitergespielt.
Mit Norbert Hofer könnte sich nun die Situation für die Bahn ändern. Immerhin hat der Südburgenländer als Infrastrukturminister genau jenes Ressort über, das die Zukunft der Bahn entscheidend beeinflusst.

Vor wenigen Tagen wurde dem Südburgenland-Minister in seiner Heimatgemeinde Pinkafeld ein offizieller Empfang bereitet. prima! hat Norbert Hofer im Zuge dessen um ein Interview in Sachen Bahn gebeten.

Beitrag aus Ausgabe 03/2018


Einen Kommentar hinterlassen: