Eine, die Fell trägt

Eines vorweg: dieser Schmuck riecht nicht nach nassem Haustier - obwohl er aus Katzen- und Hundehaaren gefertigt ist. Wer also ein behaartes Haustier hat und die kalten Novembertage gemütlich mit Basteleien verbringen möchte – der kann aus der Not eine Tugend machen. Und dieser „Pelz“ ist absolut tierfreundlich.
Nora SCHLEICH / 31. Oktober 2018
Foto: Nora Schleich

DIY-Do It Yourself: Gabriele Wagner aus Oberwart hat einen skurrilen Tipp für Bastler mit Haustier. Das Fell ihrer Katzen dient dabei als Grundlage.

 

„Upcycling“ liegt im Trend. Verbunden mit der Handwerkskunst „Filzen“ würde man jedoch nicht sofort daran denken, das Fell seines Hundes oder seiner Katze in Schmuckstücke zu verwandeln. Gabriele Wagner aus Oberwart hatte aber genau diese Idee und fertigt nun Ketten, Ohrringe, Armbänder und Katzenspielzeug aus dem unwillkommenen, abgefallenen Haarkleid ihrer British-Longhair-Katzen. Auch Schlüsselanhänger und Untersetzer können gefilzt werden. „Natürlich ist es von Vorteil, die Haare von langhaarigen Katzen oder Hunden zu verwenden.

Um filzen zu können, taucht man die Tierhaare in heißes Seifenwasser und formt Kugeln. Man wiederholt den Vorgang mehrmals und wenn die Katzenhaarbällchen eine gewisse Festigkeit haben, wäscht man die Seife mit etwas Essigwasser aus. Dann kann man die fertigen Filzkugeln auf eine Kette aufziehen und fixieren. Neben der Kugelform kann man übrigens auch Scheiben oder Schnüre filzen“, so die Lehrerin, Sozialpädagogin, Hobbymalerin und neuerdings auch Katzenzüchterin.

Das Fell von ihren Katzen Eva Mortishia, Calvados und Nicole ziert nun also Gabis Hals. Die individuellen Kreationen eignen sich übrigens hervorragend als Weihnachtsgeschenk und wer Lust auf skurrile Christbaumdekoration hat, kann bereits beginnen genügend Tierhaare zu sammeln, um anschließend Christbaumkugeln zu filzen.


Gabriele Wagner aus Oberwart

Einen Kommentar hinterlassen: