Gott, Terminator und eine Blondine

prima!-Wordrap mit Sigi Rasswalder, Kapitän des TSV Hartberg. Elf Stichworte, wie sich‘s für einen Kicker gehört.
Nicole Mühl
Foto: zVg

Sigi Rasswalder, Kapitän des TSV Hartberg

 

Hartberg …
… ist wie Heimat. Ich komm ja aus der Gegend von Knittelfeld, fühl‘ mich in Hartberg aber seit fünfeinhalb Jahren pudelwohl. Die Ringwarte ist einer meiner Lieblingsplätze. Irrsinnig taugt mir auch die Euphorie rund um den Fußball – einfach toll, dass seit dem Wiederaufstieg 2000 Leute und mehr ins Stadion kommen.

Meine Prinzessin …
… ist blond, hat Charakter und viel Sinn für Humor. Das Aussehen ist nicht ausschlaggebend. Dass mir Fußball wichtig ist, sollte sie natürlich verstehen.

Dirty Campaigning …
… mit Politik hab ich nicht viel am Hut. Egal, wer regiert, es ändert sich eh kaum etwas. Wenig Verständnis hab ich jedenfalls dafür, dass man einen politischen Gegner nach allen Regeln der Kunst niedermacht. Das gehört sich nicht!

Arnold Schwarzenegger …
… ich bewundere ihn! Mit „nix in der Tasche“ in die USA zu gehen und Weltruhm zu erlangen, das muss ihm einmal einer nachmachen. Und seine Filme mag ich auch, „Terminator“ sollte man unbedingt gesehen haben.

Unser Nationalteam …
… ich seh Marcel Kollers Arbeit nicht so kritisch und finde, dass man seinen Vertrag hätte verlängern sollen. Die ganze Unruhe im Verband, das Nach-außen-Kehren von mannschaftsinternen Streitereien war sehr entbehrlich. Und ganz ehrlich: ein kleines Land wie Österreich qualifiziert sich nicht zwingend für eine EM- oder WM-Endrunde.

Pizza und Burger …
… gönne ich mir auch zwischendurch. Aber es beunruhigt mich, dass viele Jugendliche bei uns so viel Fast Food in sich hineinstopfen und kaum Bewegung machen. Nur vor dem Computer zu hocken, geht gar nicht. Beim Thema Übergewicht sind die Gesundheitspolitiker des Landes noch immer sehr gefordert. Es muss mehr passieren!

Heimat bist du großer Töchter …
… gleicher Lohn für gleiche Arbeit, die Gleichstellung von Frauen ist wichtig. Ich glaube allerdings, dass die Veränderung der Bundeshymne null gebracht hat – deswegen hat eine alleinstehende Mutter am Monatsersten nicht mehr in der Geldbörse.

Spielergagen …
… was ein Messi verdient, ist bestimmt schwer nachvollziehbar. Aber in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs wird man nicht überbezahlt. Ich hab am Karriereende keinesfalls ausgesorgt und werde wohl wieder als gelernter Maschinenbautechniker arbeiten.

Lieblingsmusik …
… ich mag Schlager von Bernhard Brink, aber auch Nena oder Austropop. Da fallen mir „STS“ genauso ein wie ein Rainhard Fendrich.

Mindestsicherung …
… ich will nicht als ausländerfeindlich dastehen. Aber jemand, der ins Land kommt und noch nie in das Sozialsystem eingezahlt hat, kann nicht gleich viel bekommen wie einer, der regelmäßig 30 Stunden in der Woche arbeiten geht.

Woran ich glaube …
… Gott hat einen Stellenwert in meinem Leben, ich gehe immer wieder in die Kirche und denke auch, dass es nach dem Tod „irgendwie weitergeht“.

Beitrag aus Ausgabe 11/2017


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