Schon das erste Date war ein Volltreffer

Wo findet man heute die Liebe? Online-Plattformen wie Parship schreiben tatsächlich Erfolgs-storys. Auch jene der beiden Steirer Astrid (37) und Christian (42), die mittlerweile verheiratet und seit Mitte Dezember stolze Eltern sind. Freilich: Garantie hat man auch bei Parship nicht – das hat prima!-Redakteur Eric Sebach im Selbstversuch herausgefunden.(lesen Sie dazu auch "Ein herzhaftes 'Mach's gut' per Mausklick").
Eric Sebach
Foto: zVg

Astrid und Christian haben sich im Internet kennengelernt. Heute sind sie verheiratet und haben einen gemeinsamen Sohn

 

Mit dem kleinen Clemens – Mitte Dezember erst „gelandet“ – ist das Glück von Astrid und Christian perfekt. Es funktioniert also tatsächlich, das Parship-Prinzip. Denn die beiden Steirer, die sich kirchlich bereits das Ja-Wort gaben und das „Standesamtliche“ noch nachholen werden, haben es wie viele andere auch über Online-Dating probiert. Christian, passionierter Förster, hatte sich dazu von Freunden inspirieren lassen; Hebamme Astrid, die in die neue Beziehung Töchterchen Paula mitgebracht hatte, war oder ist eben auch nicht der Typ Frau, der allabendlich auf die „Piste“ gehen würde. „Mit einem kleinen Kind wär‘ das gar nicht möglich gewesen.“
Also machte es im Sommer 2015 online „klick“. Christian war eineinhalb Jahre Single gewesen, Astrid bereits über fünf Jahre. Und für beide wurde es das erste (!) und einzige (!) Date. „Fast zwei Wochen haben wir uns nur geschrieben“, erinnert sich Astrid an die zarten Anfänge. „Und ich hab immer ewig auf deine Antwort warten müssen“, beklagt sich Christian heute noch. Freilich, nicht ganz ernst gemeint. „Weil du immer irgendwann spätabends zurückgeschrieben hast, als ich nicht mehr ins Online-Postfach schauen konnte.“ Ein Förster ist halt kein Nachtmensch, der muss früh aus den Federn.
Naja, zusammengekommen sind sie dennoch, Astrid und Christian. „Er hat ganz normal geschrieben, nie übertrieben und nie etwas gefordert, das fand ich angenehm.“
Christian wieder schwärmt heute noch von Astrids Stimme – „die war mir schon beim ersten Telefonat so sympathisch.“

Erstes Annähern und Balzen
Ob es Liebe auf den ersten Blick war? Beide lächeln. „Wir waren beim ersten Treffen lange in der Natur unterwegs, haben zusammen Schwarzbeeren gebrockt“, erzählt Christian und blickt seiner Frau dabei tief in die Augen. „Ja, das war schön“, erwidert sie. Offenbar so schön, dass es beim nächsten Treff wieder in den Wald ging, wieder zu den Schwarzbeeren. „Astrid hat davon sogar einige Gläser Marmelade gemacht“, erzählt Christian. Das erste Bussi? „Das hat gedauert“, grinst er und nimmt eine Anleihe aus der Jägersprache – „ich hab ganz schön lange balzen müssen.“ Erst war nämlich Astrid – noch mit der kleinen Paula – zwei Wochen auf Urlaub gefahren, dann Christian solo auf Holidays.

Dass er nach den ersten Treffen mit Astrid gar keine anderen Profile mehr las, bereut er natürlich nicht. „Die hab ich gleich in den Spam-Ordner umgeleitet“, lacht er, „dabei hatte ich seinerzeit einen Einjahresvertrag abgeschlossen, weil ich dachte ‚Wenn schon, dann gleich ordentlich‘ und hab dann noch ein zweites Jahr zahlen müssen, weil ich die Kündigungsfrist übersehen hatte.“ Astrid lächelt verschmitzt. Und weiß wohl, dass sie „ihrem“ Christian die paar hundert Euro Mehrkosten mehr als wert ist. Astrid hatte genauso wenig Interesse an weiteren Kontakten. „Es wär‘ nicht ehrlich gewesen und auch viel zu zeitaufwändig, sich jeden Tag mindestens eine halbe Stunde vor den Computer zu setzen.“ Christian nickt. „Ich hatte echt keine Lust, weitere Damen zu kontaktieren. Astrids Lachen hat mich von Anfang an schwer begeistert!“
Nur eins wollen die beiden partout nicht verraten – nämlich, was Astrid bzw. Christian am jeweils anderen stören würde? „Hmmh, das sag‘ ich jetzt lieber nicht“, grinst Christian, „sonst hängt womöglich abends der Haussegen schief.“ Und Astrid pflichtet bei: „Nein, nein – das behalten wir lieber für uns.“ Na gut, viel Glück euch beiden!

Beitrag aus Ausgabe 01/2018


Einen Kommentar hinterlassen: