Es ist ein bisschen wie bei André Heller

Am Fuße des Wechsels schuf sich Karl Harry Höfler dank solarer Energie „Sonnenhaus“ und „Sonnengarten“. Ein Paradies mit Freiland-Bananen, Naschzeile und Liebesnest.
Eric Sebach
Foto: zVg

Mit seinem Sonnenhaus und Sonnengarten hat Ing. Karl Harry Höfler in Zusammenarbeit mit der Firma „Sonnenkraft“ ein Paradies geschaffen.

 

Der Vergleich ist kühn, aber er taugt – so wie den großen André Heller haben bestimmt auch viele einen gewissen Karl Harry Höfler belächelt. Und so wie der feinsinnige Lebenskünstler sich mit dem Garten „Anima“ in der Nähe von Marrakesch einen Lebenstraum erfüllte, hat Höfler im schmucken Sparberegg am Fuße des Wechsels einen Traum verwirklicht und sich sein ganz persönliches Paradies geschaffen. „Die Leut‘ haben mich für einen Narren gehalten und sich wahrscheinlich gefragt, was denn der Spinner als Nächstes vorhat.“ Am Ende lacht allerdings der ehemals umtriebige Unternehmer und genießt seinen (Un-)Ruhestand im „Sonnenhaus“ und vor allem in seinem „Sonnengarten“, den Höfler immer wieder gerne der Öffentlichkeit nahebringt.

Mit der Energie von oben
Und das alles verdankt er trotz zahlreicher Heinzelmännchen und seinem eigenen Engagement schlicht und einfach – der Kraft der Sonne!
Mit dem Kauf und der Renovierung eines 1904 erbauten Schulgebäudes begann vor mehr als 25 Jahren die bunte Geschichte rund um das Sonnenhaus, das mittlerweile attraktive Mietwohnungen bietet.
Höfler hatte sich in den Kopf gesetzt, Solar-Energie nachhaltig zu nützen und auf fossile Brennstoffe gänzlich zu verzichten. Geplant, getan. Eine großzügig angelegte Solar-Anlage mit speziellen Kollektoren war die Basis, außergewöhnliche Isolierungen dann der nächste Schritt. Weil sich dieser Karl Harry Höfler aber mit einer gut funktionierenden Heizung und einer perfekten Warmwasser-Aufbereitung nicht zufrieden geben wollte, wurden Energiespeicher in den Gartenboden verlegt und damit die Basis für einen paradiesischen Sonnengarten geschaffen. „Ich bin stolz darauf, dass wir dank spezieller Technologien sogar an Wintertagen bei diffusem Licht genügend Energie bewerkstelligen können“, so Höfler. „Dank LED-Beleuchtung wird das Ganze auch bei Nacht zur Pracht.“
Mehr als 70 Prozent des jährlichen Energiebedarfs bezieht der pfiffige Hausherr mittlerweile aus Solar-Energie – und ganz nebenbei bietet der Garten zu allen vier Jahreszeiten einen unvergesslichen Eindruck. Mit typisch heimischen Pflanzen, aber auch exotischen Gewächsen, die dieses subtropische Ambiente zum Leben brauchen und augenscheinlich genießen. „Vom über hundert Jahre alten Olivenbaum, über Kakteen und Zitrusbäume bis hin zum eigenen Bambus-Hain haben wir hier alles“, schwärmt Karl Höfler. Und kann berechtigterweise gar nicht damit aufhören. „Also, diesen Affenschwanzbaum sollten Sie sich anschauen, natürlich auch den Wasserfall, die Riesensteinsäule, die Teiche mit Regenbogen- und Lachsforellen und unsere prächtigen Bananenbäume.“ Kein Wunder, wer hätte nicht gerne seine eigenen Freiland-Bananen? Noch dazu in einer Gegend, in der auch Schnee und Eis zum klassischen Winter-Feeling gehören.
Dass dieses Paradies dermaßen üppig erstrahlt, daran ist auch Höflers Schwägerin Maria – eine Meisterin der Gartengestaltung – maßgeblich beteiligt gewesen. Ihr haben es die Besucher zu danken, dass es in Sparberegg auch köstliche Maracuja, Kräuter, Gewürze, Zitronen, Orangen, Granatäpfel und Feigen gibt. Nicht zu vergessen die Naschzeile, „Omas Kuddelmuddelgarten“, ein Klettersteig mit Rund-um-Blick bis nach Ungarn und – etwas für Romantiker: Das lauschige „Liebesnest“.

Beitrag aus Ausgabe 09/2017


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