Soundnerd

Das ganze Leben ist ein Soundtrack – so sieht es zumindest Laura Weingrill. Denn während sich die Welt dreht, hört sie Musik. Und wem die eigene Playlist mit der Zeit zu eintönig wird, dem verpasst sie hier jeden Monat eine neue Portion aufregender Sounds.
Foto: Laura Weingrill

Für Laura Weingrill dreht sich die ganze Welt um Musik. Wohin sie auch geht, egal ob nach Wien oder London, die Kopfhörer sind immer dabei. Wer Teil ihrer musikalischen Reise sein möchte, der ist hier genau richtig.

 

Zu Besuch im Hause Pavillon

Komplexe Indie-Kompositionen, Beats, die einem erfolgreich zum Tanzen hinreißen und bunte Anzüge – mit diesen Worten lässt sich die aufstrebende Ösi-Band At Pavillon aus Wien wohl am besten beschreiben. Seit der Veröffentlichung ihrer ersten EP „A Step Into The Unknown“ im Jahr 2013 ist das charismatische Quartett nicht mehr vom Indie-Himmel wegzudenken und definitiv gekommen, um zu bleiben. Denn At Pavillon schrecken nicht zurück, sich hin und wieder absichtlich im musikalischen Genre-Regal zu verirren und Neues auszuprobieren. Ein Clash aus poppigen Discoscheiben der 70er und 80er mit modernen Gitarrenschrammen und spannenden Indie-Tönen, der sich sehen – oder besser gesagt – hören lassen kann.

Die einen oder anderen würden die charismatische Band rund um Frontmann Mwita Mataro zwar noch als Geheimtipp bezeichnen, dies wird sich aber spätestens ab dem Release ihres kommenden Albums ändern, denn bislang zu Gehör gebrachte Stücke wie „Disco Demolition Night“ oder „Lions“ besitzen nicht nur großes Suchtpotenzial, sondern machen auch Lust auf mehr und lassen auf ein starkes Erstlingswerk hoffen.


Zum Großteil regiert in der Welt des Indiepop bzw. Indierock noch Beliebigkeit und Individualität. Eine Regel wie die Musik zu klingen hat gibt es nicht. Nur einer der vielen Gründe, warum die eigene spezielle Note ganz besonders wichtig ist, denn der Sound von At Pavillon soll vom ersten Ton an überzeugen. Aber nicht nur bei den Melodien setzen die Wiener auf Altbewährtes gemixt mit Neuem, sondern auch ihre Entstehungsgeschichte enthält die einen oder anderen Überraschungen. Denn im Gegensatz zu anderen Bands trafen die Jungs nicht aufgrund eines Wettbewerbs oder eines Castings aufeinander, sondern kein geringerer als Harry Potter oder besser gesagt der Theme Song brachte sie zusammen. Den konnte Gitarrist Bernhard Melchart nämlich so gut auf dem Rücken spielen, dass ihn Sänger Mwita direkt zu sich mit ins Boot holte. At Pavillon war geboren.

Aber warum eigentlich der Name At Pavillon? Auch darin versteckt sich ein Teil der Geschichte der Indierocker. Diese trafen sich nämlich früher, zu Schulzeiten, immer wieder am Pavillon im Wiener Türkenschanzpark und schufen so ihren eigenen geheimen und später musikalischen Zufluchtsort, der sie auch heute noch miteinander verbindet.

Inzwischen haben die Jungs aber schon einen neuen Wohlfühlort gefunden. Und zwar die nationalen und internationalen Bühnen dieser Welt. Nach und nach erobern At Pavillon die Herzen der Musikszene und hinterlassen dabei eine große Portion Wiedererkennungswert. Mit wem man sie dennoch vergleichen kann? Nach den Selbsteinschätzungen der smarten Musiker wohl am ehesten mit Arctic Monkeys, Two Door Cinema Club oder Bombay Bicycle, wobei sie Falco als große Nummer 1 ihrer Vorbilder zählen. Die Mischung machts eben aus.

Wer nun Lust bekommen hat, in die Welt des Alternative-Pops einzutauchen, kann sich die smarten Jungs auf ihrer aktuellen Tour zum Besten geben. Und wer At Pavillon nicht mehr vom Radar lassen möchte, kann schon einmal online auf www.atpavillon.com Gast im Hause Pavillon werden.


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