In Bad Waltersdorf duftet es nach Toskana

Von einer Blitz-Idee zum blühenden Business. Patrick Wilfinger und sein Lavendelgut bringen heuer erstmals sogar einen eigenen Frizzante auf den Markt.
Eric Sebach
Foto: Lavendelgut Bad Waltersdorf

Patrick Wilfinger bewirtschaftet rund 5.000 m2 mit Lavendel.

 

Dass der Name Wilfinger mit dem Ring-Gesundheitszentrum, Naturprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln in Verbindung steht, ist längst bekannt – vor drei Jahren hat Patrick Wilfinger in Bad Waltersdorf aber auch den Anbau von Lavendel „entdeckt“ und kultiviert. Auf einem Hang vor seinem Anwesen gab‘s auf sandigem Boden die ersten Versuche, die prompt erfolgreich verliefen – „und 2015 konnten wir bereits die erste größere Ernte einfahren“, freut sich Wilfinger zurecht. Mittlerweile bewirtschaftet ein Team rund um einen Biobauern am „Lavendelgut Bad Waltersdorf“ Jahr für Jahr zirka 5.000 Quadratmeter. Und dieser echte Lavendel, der sonst hauptsächlich in Griechenland, der Toskana, in Südfrankreich oder Dalmatien zu finden ist, erfreut die Wilfingers von Anfang Mai bis Mitte Juni nicht nur optisch, sondern lässt langsam aber sicher auch den Umsatz blühen.

Von der Seife bis zum Frizzante
Ab Mitte Juni werden die Pflanzen mit der Sichel von Hand geschnitten und mittels Wasserdampf-Destillation dann im Öko-Park Hartberg verarbeitet. Heuer waren es rund 1,5 Tonnen Ertrag, aus dem 25 Liter des hochkonzentrierten ätherischen Öls gewonnen werden konnten. Kein Wunder, dass die Nachfrage stetig steigt, denn die heilbringende, beruhigende Wirkung ist wissenschaftlich mehrfach bewiesen.

Mehr als 40 Produkte kann man im Shop des Lavendelguts bzw. online bereits erwerben. Die Palette reicht von Seifen, Salben, Duftpolstern, Fußbalsam, Massageölen und Tinkturen über Beruhigungstee, Schokolade, Sirup, Honig, Kekse bis hin zum Lavendel Frizzante, der in Zusammenarbeit mit einem regionalen Weinbauern heuer im November erstmals auf den Markt kommt. „Auch in der Küche hat der Lavendel bei Salaten oder Desserts seinen Stellenwert“, ergänzt Lavendelgut-Chef Patrick Wilfinger.
Und sogar das bei der Öl-Gewinnung entstehende wässrige Hydrolat ist nicht zu verachten – „als Spray tut es nicht nur der sonnengeplagten Haut gut“, verrät Wilfinger, „man hat auch für einige Stunden Ruhe vor lästigen Gelsen.“

Beitrag aus Ausgabe 09/2017


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