Verkehrsplaner soll Lösung bringen

Initiative fordert von der Gemeinde noch vor dem Sommer eine Lösung für die überlastete Verkehrs- und Parksituation beim Gesundheitszentrum (GHZ) Oberwart. Jetzt wird ein Experte hinzugezogen.
Nicole Mühl
Foto: prima!

 

Neurologe Klaus Hohensinner (li.) und Manfred Marlovits (re.) von der Initiative „Verkehrsberuhigung GHZ Röntgengasse“ mit Bürgermeister Georg Rosner

 

Die Initiative „Verkehrsberuhigung GHZ Röntgengasse“ verstärkt weiter den Druck auf die Gemeinde. Konkret geht es um die Verkehrs- und Parksituation rund um das Gesundheitszentrum in Oberwart, die völlig aus dem Ruder gerät (prima! hat berichtet).

1.078 Unterschriften haben die Initiatoren, der Neurologe Klaus Hohensinner und Filmproduzent Manfred Marlovits (beide führen ihre Standorte im GHZ), vor wenigen Tagen an Bürgermeister Georg Rosner übergeben. „So viele Menschen haben in nur wenigen Wochen unsere Forderung nach mehr Parkplätzen, einer Einbahnstraße und einem Gehsteig beim GHZ unterstützt. Das ist ein Zeichen, das die Gemeinde nicht mehr übersehen kann“, so Marlovits bei der Übergabe. Was den beiden Initiatoren noch bitter aufstößt, ist die Tatsache, dass am Stadtrand, im ehemaligen Triumph-Gebäude, von der Familie Pöll ein zweites Gesundheitszentrum entstehen wird. Die Gemeinde Oberwart wird hier 90 gratis Parkplätze errichten. „Das ist ein klarer Wettbewerbsnachteil für uns. Wir zahlen seit Jahren Kommunalsteuer und machen immer wieder auf die gefährliche Verkehrssituation beim GHZ aufmerksam. Passiert ist in all den Jahren nichts. Das ist ärgerlich“, so Hohensinner.
Die Angelegenheit müsse endlich auf die Prioritätenliste der Gemeinde – so wie es bereits versprochen wurde.

Verständnis für den Ärger über die Verkehrssituation rund um das GHZ kommt zwar von Seiten des Bürgermeisters, Vorwürfe der Untätigkeit weist er aber zurück. Die Parkplätze beim Triumph-Areal werden deshalb von der Gemeinde errichtet, weil man gebührenfreie Parkmöglichkeiten am Stadtrand schaffen müsse, wenn es demnächst in der Innenstadt zu einer Parkraumbewirtschaftung komme. Auch stehen Dauerparker, die nach Wien pendeln, die gesamte Woche über auf den innerstädtischen Parkflächen. Diese wolle man aus der Stadt bekommen. „Und was die Röntgengasse betrifft, war die Gemeinde sicher nicht untätig. Zwei Grundstücke (Billrothstraße und eine Fläche gegenüber des GHZs) kämen als zusätzliche Parkflächen in Betracht“, so Bürgermeister Georg Rosner. Auch die geforderte Einbahnstraße sieht er als sinnvoll. „Aber die Gemeinde hat derzeit nicht das Geld für die Errichtung.“ Der Zeitpunkt wäre grundsätzlich kein schlechter, da die OSG ihre Zentrale dorthin verlegen wird (neben Brautmoden Balaskovics), wo die mögliche Einbahnstraße vorbeiführen würde.

Gesamtsituation miteinplanen

Zu berücksichtigen sei, laut Rosner, auch das von der KRAGES geplante Parkhaus. „Wir werden bei der Sportlände und in anderen Bereichen rund um das Parkhaus Parkverbote erteilen und es ist natürlich wünschenswert, die Autos in das Parkhaus zu bringen. Es ist aber fraglich, wie sich diese neue Situation auf die Röntgengasse auswirken wird“, so der Bürgermeister. Einig waren sich beide Parteien nach einem eineinhalbstündigen Gespräch schließlich, dass eine Endlösung durch einen Verkehrsplaner herbeizuführen sei. „Es müssen viele Faktoren berücksichtigt werden, um ein sinnvolles Resultat zu erreichen. Das geht nur, wenn man die Gesamtsituation betrachtet und nicht nur die Röntgengasse für sich“, so Rosner.
In einem weiteren Schritt sollen diese Expertenvorschläge dann vom Verkehrsausschuss in einer der nächsten Sitzungen gemeinsam mit der Initiative „Verkehrsberuhigung GHZ Röntgengasse“ diskutiert werden. „In jedem Fall streben wir noch vor dem Sommer ein Ergebnis an“, so Hohensinner und Marlovits.

 

Beitrag aus Ausgabe 06/2018


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