Soziale Sicherheit gefährdet?

von LAbg. Mag. Christian Drobits (SPÖ), Sprecher für Soziales
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LAbg. Mag. Christian Drobits

 

Die Burgenländerinnen und Burgenländer halten durch die Entrichtung von Beiträgen unser leistungsstarkes System der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung am Laufen. Die geplante Sozialversicherungsreform der Bundesregierung darf deshalb nicht über die Interessen des Burgenlandes und der Versicherten drüberfahren. Da zukünftig Kassenmanager in Wien die Entscheidungen über die jeweiligen Leistungsansprüche der Versicherten treffen sollen, muss gerade jetzt für die Region des Südburgenlandes eine wohnortnahe Servicestelle und gleiche Leistungen, wie in ganz Österreich, eingefordert werden.

Längere Wartezeiten, weitere Selbstbehalte und ein Ausverkauf des Gesundheitssystems sind zu verhindern. Die Kreditkarte darf nicht wichtiger werden, wie unsere e-Card, auch wenn zukünftig Kassenmanager und eine Wirtschaftselite als vollzentralisierte Einheitskasse das Sagen hat. Denn gerade im Burgenland haben wir durch den sozialen Missbrauch und unfairen Wettbewerb, infolge von Lohn- und Sozialdumping, eine schlechtere Ausgangsposition für die Erhaltung der sozialen Sicherheit. Es darf keine weitere Schwächung des ländlichen Raumes geben, insbesondere die Schließung von Außenstellen der Krankenkassen.

Mein Herz schlägt für ein soziales Burgenland, daher fordere ich: die Burgenländerinnen und Burgenländer müssen gleiche Leistungen in der Sozialversicherung, wie alle anderen ÖsterreicherInnen erhalten. Das ist für mich soziale Gerechtigkeit. Eine Verschlechterung in der Gesundheitsversorgung der Regionen ist für mich ein absolutes „No-Go“.


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