200.000 Euro für Hartberger Wirtschaft

„Aufbruchsstimmung“ deklarierte Bürgermeister Marcus Martschitsch, als er zusammen mit Vertretern der verschiedenen Fraktionen das rund 200.000 Euro schwere Hilfspaket für die Hartberger Wirtschaft vorstellte.
Olga SEUS / 9. Mai 2020
Fot ©Olga Seus

Bürgermeister Marcus Martschitsch mit Vertretern des Gemeinderats und Tourismusverbandsgeschäftsführerin Elisabeth Geier

 

Darunter fallen Maßnahmen wie das Aussetzen der Benützungsentgelte der Stadt bis Ende 2020, sprich jene Gebühren, die für die Nutzung öffentlicher Einrichtungen anfallen wie Gastgärten, Plakataufsteller und dergleichen. Darüber hinaus werden Mieten und Betriebskosten erlassen in städtischen Gewerbeimmobilien ab dem Zeitpunkt der Schließung. Auch bei den Kommunal- und Müllgebühren wird es Erleichterungen geben.

Um andererseits Kosten zu sparen, wurden alle öffentlichen Liegenschaften, die während der Krise nicht genutzt wurden, heruntergefahren. „Natürlich müssen wir als Stadt wirtschaftlich handeln“ erklärte der Bürgermeister, „aber zugleich ist es unsere Aufgabe, zu schauen, dass die Wirtschaft wieder anspringt“.

Dafür wird auch ab sofort wieder der City-Bus fahren, der als Frequenzbringer den Regionalkauf unterstützen soll. 

Aktivitäten

Um die Innenstadt weiter zu beleben, greift man auf Maßnahmen zurück, die bereits beschlossen und wie Finanzreferent Markus Gaugl betont, „im Budget eingerechnet und damit ausfinanziert sind“. Vor allem die Vorhaben des zudem geförderten Projekts „Stadt.Land.Garten“, das letzten Herbst vorgestellt wurde und bereits angelaufen ist, zählen hierunter. Der Brunnen am Hauptplatz sowie die Reaktivierung des steinernen Flußes in der Fußgängerzone wie auch die schwimmende Galerie mit Fotos vom Gmoos sind hier zu nennen. Dazu die Wanderwege, die von der Innenstadt hinaus Richtung Gmoos und Ring führen. Aber auch das Pflanzen eines Klimawaldes und eine Verschenkaktion von Klimabäumen sind in Planung. Christoph Wallner von den Grünen betonte in diesem Zusammenhang, dass man bei der aktuellen Krise auch die nach wie vor bestehende weltweite Klimakrise nicht außer Acht lassen dürfe, die vor allem eine Krise der zukünftigen Generation werde und gegen die es auch keine Impfung geben kann.

Elisabeth Geier, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Hartbergerland, erklärte, dass die Innenstadt zukünftig auch mittels einer Schatzkarte, die ab Juni im Tourismusbüro ausliegen wird, in ihrer historischen Schönheit beworben wird. Zu erwähnen ist, dass dies als Marketingmaßnahme des Verbundes „kleine historische Städte“ geschieht, bei der Hartberg seit Neuestem Mitglied ist. Auch können die Stadtführungen wieder aufgenommen werden und der Oldie-Bus wird bald wieder Touristen nach Hartberg bringen. 

Großveranstaltungen wird es allerdings wohl dieses Jahr kaum geben können. Jedoch, so ist sich Bürgermeister Marcus Martschitsch sicher, werde man Möglichkeiten finden, wie etwa Videoübertragungen, um wenigstens einige der vielen in Hartberg für den Sommer geplanten Events wenigstens in anderer Form stattfinden zu lassen, alles jeweils natürlich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, deren Entwicklung nicht vorhergesagt werden kann.

Insgesamt ist die angekündigte Aufbruchsstimmung deutlich spürbar und bei allem gebotenem Sicherheitsabstand steht der Gemeinderat inhaltlich nah beieinander und hält zusammen wie sonst selten in Hartberg.


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Hilfspaket für Hartberger Wirtschaft

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