AK Teuerungs-Check: Teuerungen haben „sich gewaschen“

Der aktuelle AK Teuerungs-Check zeigt: Preisgünstiges Haarshampoo kostete im Juni um fast 36 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Der Preis für billiges Vollwaschmittel ist nun um 31 Prozent in die Höhe gegangen im Vergleich zu Juni 2021.
Jessica GEYER / 17. August 2022
(c) Pixabay.com / neelam

 

„Die Teuerungen gehen durch die Decke und machen das Leben immer schwerer leistbar. Es ist kein Spaß, wenn die Menschen von einem Gehalt zum nächsten leben und am Monatsende jeden Euro zweimal umdrehen müssen“, erklärt Arbeiterkammer (AK) Konsument*innenschützerin Gabriele Zgubic. Die AK erhebt regelmäßig, wie sich die Preise in den Bereichen Energie, Sprit, Lebensmittel und Wohnen entwickeln. Die Zahlen seien demnach bereits alarmierend.

Der aktuelle AK Teuerungs-Check vom 20. bis 23. Juni 2022 bei sieben heimischen Supermärkten und Diskontern zeigt folgende Zahlen: Preisgünstiges Haarshampoo kostete im Juni 2021 für 100 Milliliter durchschnittlich 0,17 Euro, im Juni 2022 bereits 0,23 Euro bei gleicher Menge. Es handelt sich hier um eine Teuerung von fast 36 Prozent. Auch flüssiges Vollwaschmittel kostete im Juni 2021 noch 0,09 Euro für einen Waschgang. Im heurigen Juni liegen die Kosten bereits bei 0,12 Euro. Auch hier konnte ein Plus von über 30% verzeichnet werden.

„Es ist auch problematisch, dass zusätzlich zu den starken Teuerungen preiswertere Eigenmarken in den Geschäften teils nicht vorhanden sind und Konsumentinnen und Konsumenten zu noch teureren Produkten greifen müssen“, erklärt Zgubic. Abschließend fügt sie noch hinzu: „Wer sein Geld zusammenhalten muss, vergleicht sehr wohl die Preise und greift zu günstigeren Produkten. Denn höhere Preise treffen Menschen mit niedrigerem Einkommen viel härter.“


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