Ein Denkmal erzählt Geschichte

Das 1939 fertiggestellte "Anschlussdenkmal" Oberschützen steht heute weiterhin als Mahnmal gegen Diktatur, Gewalt und Rassismus. Unter Einbindung von ExpertInnen, HistorikerInnen, KünstlerInnen und interessierten GemeindebürgerInnen wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, und die Gestaltung eines interaktiven Informationsorts beim Denkmal besprochen.
Eva Maria KAMPER / 19. Oktober 2020
Foto (c) Gemeinde Oberschützen

Mit großem Interesse wurde die Entwurfspräsentation des „Anschlussdenkmals“ verfolgt.

 

Wie soll der Platz vor dem aus der NS-Zeit stammenden „Anschlussdenkmals“ in Oberschützen künftig aussehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich nun eine engagierte Arbeitsgruppe in der Gemeinde Oberschützen. Der Platz vor dem Denkmal soll als „Informations-, Denk- und Lernort“ umgewidmet werden.

Vor dem 1939 fertiggestellten „Anschlussdenkmal“ sollen Geschichte und politische Intention des tempelartiges Bauwerkes dargestellt werden. Diskutiert wurde die Umsetzung mittels Schautafeln und die Möglichkeit der interaktiven Informationsquelle per Smartphone und QR-Code. Es soll in den Sprachen Deutsch, Englisch und Ungarisch verfügbar sein. Bürgermeister Hans Unger und der Gemeinderat werden sich letztendlich auf einen der Vorschläge der Arbeitsgruppe einigen.

Denkmalschutz

Das „Anschlussdenkmal“ gilt als einzigartiges nationalsozialistisches Denkmal seiner Art in Österreich. Nach dem Zusammenbruch der NS-Herrschaft wurden Teile davon entfernt bzw. zerstört. Mittlerweile steht es unter Denkmalschutz und wird baulich saniert.

Detaillierte Information zu diesem EU-geförderten Projekt gibt es unter: http://www.oberschuetzen.at/system/web/sonderseite.aspx?menuonr=225067794&detailonr=225067794

 

 


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