Holzverladung draußen aus der Stadt Oberwart

Die Holzverladestelle wurde von Oberwart nach Rotenturm verlegt. Für die Bezirkshauptstadt bedeutet dies eine enorme Lärm- und Schadstoffentlastung. LKW, die mit Holztransporten durch die Oberwarter Innenstadt donnerten, gehören damit der Vergangenheit an.
Nicole MÜHL / 1. Juli 2020
Foto: Nico Mühl

Eröffnung der Holzverladestelle in Rotenturm: Bgm. Wolfgang Tauss (Großpetersdorf), LR Heinrich Dorner, Andreas Reiner (FMB), LH Hans Peter Doskozil, Bgm. Georg Rosner (Oberwart), Bgm. Manfred Wagner (Rotenturm), LAbg Christian Dax

 

32.600 Tonnen Holz wurden jährlich am Bahnhof Oberwart verladen. Seit 2014 will die Stadtgemeinde die Verladestelle aus dem Ortskern entfernen. „Die Holz-Schwertransporte im Zentrum von Oberwart haben in den vergangenen Jahren zu einer enormen Staub- und Lärmbelästigung geführt. Teilweise kam es auch zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr – vor allem beim Wochenmarkt“, sagt Bürgermeister Georg Rosner. Seit Anfang Juni gehört dies der Vergangenheit an, denn die neue Holzverladestelle wurde nach Rotenturm an der Pinka, in unmittelbarer Nähe zur Firma Fischer Holz verlegt. Zur offiziellen Eröffnung war auch Landeshauptmann Hans Peter Doskozil gekommen.

„Die Basis für diese Verlegung wurde bereits 2018 mit dem Kauf der stillgelegten Bahnstrecke Unterwart-Großpetersdorf gesetzt“, so Doskozil. Das Land Burgenland hat diese Strecke der Südburgenländischen Regionalbahn abgekauft. Die Investitionskosten für die Holzverladestelle betragen 850.000 Euro, die Reaktivierungskosten für die Bahnstrecke machen 300.000 Euro aus. „Die Gesamtinvestitionen für das Projekt betragen somit 1,15 Millionen Euro“, berichtet Andreas Reiner, Geschäftsführer der Verkehrsinfrastruktur Burgenland (FMB).

Grenzbahn gestorben

So erfreulich die Eröffnung der neuen Verladestelle in Roten-
turm auch ist – eine Realisierung der Grenzbahn nach Ungarn ist für Doskozil vollkomen unrealistisch. Ein solches Projekt würde in die Milliarden gehen. „Und kein Mensch würde über Ungarn nach Wien fahren und diese lange Fahrzeit in Kauf nehmen.“ Die Grenzbahn – ein Wunsch, der wohl ein solcher bleiben wird.


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