Neos: Bundesdenkmalamt prüft Denkmaleigenschaften des Krankenhauses Oberwart

Die Neos wollen das bestehende Krankenhaus Oberwart unter Denkmalschutz stellen und somit einen Abriss nach Fertigstellung des Neubaues in ein paar Jahren verhindern. Seitens des Landes heißt es, über die Nachnutzung des bestehenden Spitals gebe es derzeit noch keinerlei Überlegungen.
Peter SITAR / 4. September 2019
Foto: Peter Sitar

Geht es nach den Neos, soll das bestehende Krankenhaus Oberwart unter Schutz gestellt werden

Die Neos Burgenland und das Krankenhaus Oberwart – fast so etwa wie eine Beziehungsgeschichte. Jedenfalls wollen sie das bestehende Gebäude auch nach der Fertigstellung des Neubaus in ein paar Jahren erhalten und haben deswegen beim Bundesdenkmalamt angeklopft – prima! berichtete. Nun habe man Antwort erhalten: Das Bundesdenkmalamt hat in einem Schreiben mitgeteilt, dass das Krankenhaus Oberwart als bedeutsam eingestuft wird. Es hat daher das Objekt in sein Prüfprogramm aufgenommen und wird nähere Erhebungen durchführen. Neos Landessprecher Eduard Posch zeigt sich erfreut über diesen wichtigen Schritt und fordert von der Landespolitik klare Aussagen und entschlossenes Handeln: „Es ist höchste Zeit, dass sich die rot/blaue Landesregierung vom Plan, das jetzige Krankenhaus nach der Fertigstellung des Neubaus abzureißen, verabschiedet und umgehend an einem Nachnutzungskonzept  für das Objekt arbeitet.“

Dazu stellt man im Büro von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil fest: „Es liegt kein Beschluss vor, das Krankenhaus mit seinen 340 Betten abzureißen!“ Man konzentriere sich jetzt voll darauf den Neubau – Spatenstich soll 2020 sein – um ihn möglichst kostengünstig und rasch umzusetzen. Außerdem müsse der Betrieb in der mehrjährigen Bauphase im bestehenden Haus optimal aufrecht erhalten bleiben.

Seitens der KRAGES, dem Bauherrn des neuen Spitals, heißt es: „Erst nach der Vollinbetriebnahme des neuen Hauses, vermutlich 2024, wird über die Nachnutzung des bestehenden Krankenhauses entschieden.“

Neos und Posch urgieren auch im alten Spital ein dreisprachiges Altenwohn- und Pflegeheim mit 60 Betten  unterzubringen. Das, so das Land, werde aber in Schandorf, Bezirk Oberwart, errichtet.

 

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Land: Es gibt keinen Abriss-Beschluss

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