24. Jahrestag des Roma-Attentats von Oberwart

In der Nacht auf den 5. Februar 1995 entdeckten Josef Simon, Peter Sarközi, Karl Horvath und Erwin Horvath nahe der Roma-Siedlung in Oberwart eine gut getarnte Sprengfalle mit einem Schild "Roma zurück nach Indien". Bei dem Versuch dieses Schild zu entfernen, explodierte die Sprengfalle und tötete die vier Roma. Wie sich später herausstellte, war Franz Fuchs dafür verantwortlich.
Peter SITAR / 3. Februar 2019
Foto: Peter Sitar

An der Gedenkfeier nahm erstmals auch Bischof János Székely aus Szombathely teil

 

Österreich stand damals im Bann einer unheimlichen Briefbomben-Serie, die zahlreiche Menschen verletzte. Die vier Männer, Josef Simon, Peter Sarközi, Karl und Erwin Horvath, hatten es sich zur Angewohnheit gemacht, nachts Kontrollgänge um die Roma-Siedlung zu machen. Dabei stießen sie auf die tödliche Rohrbombe.

Bei der heurigen Gedenkfeier war erstmals der Bischof von Szombathely, János Székely, anwesend. Er begrüßte die zahlreichen Anwesenden in Romanes und in Deutsch und erinnerte an die jahrhundertelange Verfolgung der Volksgruppe. Organisiert wurde die Gedenkfeier von Manuela Horvath von der Roma-Pastorale. Sie konnte neben den Abgeordneten Walter Temmel und Bürgermeister Georg Rosner, zahlreiche Vertreter der Kirche begrüßen. Kinder und Jugendliche aus der Volksgruppe sowie die Musikgruppe Romano Rath gaben dem Gedenken einen feierlichen Rahmen.

Die rassistische und völkisch motivierte Anschlagserie, die Franz Fuchs im Namen einer „Bajuwarischen Befreiungsarmee“ zwischen 1993 und 1997 verübte, forderte vier Todesopfer und 15 zum Teil schwer Verletzte.


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