Mit Quickticket zum Arzttermin

Wartezimmer sind eine eigene Welt. Angespannt ist man hier immer ein wenig. Und die Zeit würde man sicherlich lieber woanders verbringen. Die Software eines Südburgenländers könnte da leicht Abhilfe schaffen.
Nicole MÜHL / 26. April 2021 / Podcast am Seitenende
Foto: zVg

Mit neuer Software lässt sich die Wartezeit vermeiden und der Termin genau planen.

 

Verschnupfte Nasen, Hustenanfälle, Fieber und der Sitznachbar kratzt sich permanent, weil ihn der Hautausschlag ordentlich juckt. Die Wartezeiten in Arztpraxen können ganz schön lange und angespannt sein. Für die Betroffenen selbst sind derartige Situationen meist auch sichtlich unangenehm. Die Blicke und Seufzer, die man erntet, tragen auch nicht unbedingt dazu bei, dass sich die Situation entspannt.

Und keine Frage: Durch die Corona-Pandemie sind wir noch mehr sensibilisiert auf Anzeichen von Viren und Bakterien. Wartezeiten in Ordinationen – ein notwendiges Übel? „Nein“, sagt der gebürtige Südburgenländer Armin Dax-Sinkovits. Er ist Software-Entwickler und mit dem Team seiner Firma INTUCOM hat er ein Software-Programm entwickelt, das Wartezeiten nahezu ausschließt. Dabei handelt es sich um ein Online-Ticket, das man bequem von daheim löst. „Mit diesem Ticket weiß man genau, wann man in der Praxis an die Reihe kommt“, erklärt Armin Dax-Sinkovits.

Und so funktioniert es

Eine App herunterzuladen oder sich zu registrieren, ist nicht notwendig. Zu diesem Online-Ticket kommt man über die Website der gewünschten Ordination. „Dort kann ich mit einem einzigen Knopfdruck ein Ticket lösen und sehe, wann meine Behandlung startet“, so Dax-Sinkovits. Voraussetzung ist natürlich, dass die Ärztin bzw. der Arzt über das Quickticket in der Ordination verfügt. Der gesamte Patientenablauf ist dadurch für alle stressfreier.

Alles beim Alten

Klingt nach einem völlig neuen Software-Programm für die Ordination. „Nein“, lautet auch hier die Antwort von Armin Dax-Sinkovits. „Der Aufwand muss für den Arzt bzw. die Ärztin so gering wie möglich sein. „Diese sind meistens mit ihrer Software ‚verheiratet‘. Und da wollen wir gar nicht eingreifen. Das ist auch nicht nötig, denn das Quickticket muss in bestehende Ordinations-Software-Systeme integriert werden können“, erklärt der Entwickler. Kooperationen mit bestehenden Anbietern sind bereits im Laufen. „Das Quickticket funktioniert dann zur Gänze automatisiert.“

Es geht auch ohne Smartphone

Wer sich nicht über das Internet anmeldet, der kann auch direkt in der Praxis ein Ticket lösen und zur angegebenen Zeit wiederkommen. „Das ist quasi die analoge Variante, die vor allem für ältere Patientinnen und Patienten wichtig ist“, erklärt Dax-Sinkovits.

Corona hat für ihn den Entwicklungsprozess seiner Software beschleunigt: „In einer Ordination muss alles planbarer sein, um Menschenmengen zu vermeiden und ich bin davon überzeugt, dass diese Planbarkeit bleiben wird“, so der Entwickler. Und fügt hinzu: „Eine Zeitschrift oder ein gutes Buch muss man nicht unbedingt im Wartezimmer lesen. Das ist daheim oder auf der Parkbank im Freien doch viel angenehmer.“

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