Rudolf-Kipferl folgen Radlgeschäft

Wissen Sie schon, wer seit Ende August in der Oberwarter Schulgasse wohnt? Das Rudolfinchen. Die Bäckerei-Konditorei-Cafe Maria Rudolf hat im ehemaligen Radgeschäft Serenyi eröffnet.
Jennifer VASS, Laura WEINGRILL / 28. August 2018
Foto: Weingrill

Maria Rudolf ist Bäcker- und Konditormeisterin und seit 23 Jahren Unternehmerin. Die neue Filiale in Oberwart wurde komplett umgebaut und erneuert

 

Am 2. Juli wurden die Umbauarbeiten begonnen, damit die Bäckerei-Konditorei, die auch ein kleines Café beinhaltet, am 27. August eröffnen konnte. „Rudolfinchen“ heißt das neue Geschäftslokal in Oberwart. Hell, modern im leicht barocken Ambiente mit Echtledermöbeln ausgestattet, erinnert kein Funken mehr an Fahrräder und Co. Dass der Umbau kein Zuckerschlecken wird, war Maria Rudolf von Anfang an klar. Die Kosten dafür hielten sich mit den Kosten für die Einrichtung und Gerätschaften die Waage. 20 bis 25 Sitzplätze beeinhaltet das knapp 90 m2 große Lokal. „Das Grundgerüst des ursprünglichen Geschäftes haben wir erhalten, allerdings wurden Wände eingezogen“ erklärt Rudolf und da das Gebäude nicht mehr das Jüngste ist, mussten auch alle Leitungen neu gelegt werden.

Trockenbau, Elektroinstallationen, neue WC-Anlagen – behindertengerecht – alles was zu einem Umbau nötig ist, wurde in fünf Wochen von regionalen Firmen aus dem Burgenland und der Steiermark erledigt. Auch die Fenster und das Portal wurden komplett erneuert.

Besonders auffallend sind die edlen Tapeten und die Akustikdecke, die nicht nur als Blickfang dient, sondern auch ein angenehmes Raumklima schafft. Stuckatur gibt dem Ganzen noch einen edleren Touch.

Damit der Rücken nicht schmerzt

Im Gastraum tritt man auf helle Fliesen, hinter der Schank und der Verkaufstheke allerdings auf einen trittelastischen Boden. „Wenn man den ganzen Tag steht, ist der Untergrund enorm wichtig. Und deswegen haben wir bei der Planung an das Wohl des Personals gedacht und diesen weicheren Boden verlegen lassen“ so die Bäcker- und Konditormeisterin. Die Bäckerei ist klimatisiert und besticht mit Liebe zum Detail. Für Maria Rudolf gehört zu einem exquisiten Geschäftslokal die Farbe Gold. Von den Lampen und dem Kronleuchter über das Tapetenmuster bis hin zum Eingangsportal finden sich daher immer wieder Goldakzente.

Tradition und Handwerk

Etwas ganz Besonderes ist der Backofen in dem neuen Geschäftslokal. Maria Rudolf legt Wert auf das traditionelle Bäckerhandwerk und das bedeutet, dass der Teigling nicht fremd zugeliefert und aufgebacken wird. Hier stammt alles aus dem Hause Rudolf, also aus der eigenen Backstube und wird auch vor Ort frisch gebacken. So, wie man es noch vom guten traditionellen Bäckerbetrieb eben kennt.

Mit Freude gemacht

Seit 23 Jahren betreibt Maria Rudolf die Bäckerei-Konditorei Rudolf mit Filialen in Sinnersdorf, Pinggau und Vorau. Auf die Frage, warum sie sich für eine weitere Filiale in Oberwart entschieden hat, antwortet sie zielsicher: „Weil ich‘s kann! Ich lebe nach dem Motto: wenn jeder versteht, dass er für sich der Beste ist, dann hat er gewonnen. Und der Beste kann man nur sein, wenn man etwas mit Liebe und Freude macht.“ So wie das Rudolfinchen, auf das Maria Rudolf besonders stolz ist. Es ist dies eine Kreation, die der bekannten gefüllten Brezel zwar ähnelt, aber doch etwas ganz anderes ist. In pikanter und süßer Form ist das belegte Gebäck auch gesund, denn es besteht zur Gänze aus Dinkel. Warum dann nicht gleich dem ganzen Lokal den Namen Rudolfinchen geben? So geschehen.
Als Eröffnungsspecial, am 27. August, hat Maria Rudolf den Besuchern die Freude an ihrem Handwerk vermittelt und jeden dazu eingeladen, sein eigenes Rudolfinchen mit Marzipan-Rosen und Herzen selbst zu verzieren.

Täglich ab 5.30 Uhr, am Wochenende ab 6.30 Uhr


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