Einfach, vegan und ohne Verschwendung

Weltweit landet circa ein Drittel aller Lebensmittel im Müll. In Österreich fallen jährlich rund 760.000 Tonnen Lebensmittelabfälle an, in der EU mehr als 88 Millionen pro Jahr, was einem Wert von rund 143 Milliarden Euro entspricht. Verantwortlich dafür sind, neben der Landwirtschaft und dem Großhandel, überwiegend private Haushalte, in denen rund ein Viertel der Lebensmittel weggeworfen wird.
Karin WEINGRILL / 4. Juli 2019
Foto: Iris Millisits

Diese Lebensmittelverschwendung hat enorme Auswirkungen auf die Natur, denn die Produktion unserer Nahrung belastet die Umwelt. Besonders die Tierhaltung für die Fleisch- und Milcherzeugung erfordert einen maximalen Ressourcenverbrauch von Landfläche und Wasser.
Jeder von uns kann dazu beitragen, die Lebensmittelverschwendung zu stoppen.

Hier einige Tipps gegen food waste:

• Clever Einkaufen: Mit einer Lebensmittelliste kommen gezielt nur jene Lebensmittel in den Wagen, die auch tatsächlich konsumiert werden sollen.

• Zur krummen Gurke und zum unförmigen Apfel greifen: Die strengen Vorgaben über Aussehen und Form von Lebensmitteln sind der Grund, warum Gemüse und Obst entweder nicht geerntet oder weggeschmissen werden.

• Nicht mit knurrendem Magen in den Supermarkt: Wer hungrig durch die Regale geht, greift schneller zu Großpackungen und Süßigkeiten und kauft mehr ein, als er braucht.

• Die richtige Lagerung bringt‘s: Vor allem Gemüse und Obst mögen es gekühlt, trocken und lichtgeschützt – so bleiben sie länger frisch und vitaminreich.

• Mindestens haltbar bis: Wenn das Lebensmittel gut aussieht, gut riecht und gut schmeckt, ist das überschrittene Mindesthaltbarkeitsdatum kein Grund, es wegzuwerfen.

• Kochen nach Maß: Wurde wieder einmal mehr gekocht, als gegessen werden kann, kann man die Reste ganz einfach einfrieren – das ist vitaminschonend und erspart Zeit.

• Im Sommer für den Winter vorsorgen: An der bunten Auswahl von Obst, Gemüse und Kräutern kann man sich durch Einkochen, Fermentieren, Trocknen oder Einfrieren auch noch in den kargen Wintermonaten erfreuen.

 

ENJOI
Beratung für Ernährung, Diätologie und Gesundheit,
www.enjoi.at


Karin Weingrill, MA
Expertin für vegane Ernährung

Sommerlicher Nudelsalat mit Gemüse und geräuchertem Tofu
Wenn mal ein paar Reste im Kühlschrank übriggeblieben sind und man sich schnell ein leckeres Mittag- oder Abendessen zubereiten möchte, kann man in diesen Nudelsalat ganz leicht alles hineinpacken und dabei ganz dem Trend des Food Wastes folgen. Eigentlich passt fast jedes Gemüse dazu, einfach mal schauen, was im Kühlschrank ist. Tofu geräuchert für die Eiweißzufuhr und vom Garten ein paar frische Kräuter und schon hat man die Grundzutaten für einen schmackhaften und leichten Nudelsalat!

Zutaten für 2 Personen:
250 g Dinkelnudeln (oder übriggebliebenen Nudeln)
125 g Tofu geräuchert
Gurke
Paprika
Tomaten
Blattsalate nach Belieben

Dressing:
1 EL Hanföl
Zitronensaft von ½ Zitrone
etwas weißer Balsamico
etwas Agavendicksaft
Salz
weißer Pfeffer
frische Kräuter

Zubereitung:
Nudeln in Salzwasser kochen und auskühlen lassen oder Reste von übriggebliebenen Nudeln mit dem würfelig geschnittenem Tofu und dem klein geschnittenen Gemüse vermengen. Für das Dressing das Hanföl mit dem Zitronensaft und den übrigen Zutaten gut verrühren und zu den Nudeln und dem Gemüse mischen. Mit frischen Kräutern garnieren.

Übrigens lässt sich dieser Nudelsalat ganz leicht auch ins Büro oder in die Schule mitnehmen!

Rezept und Foto: Karin Weingrill



Kommentare

…und sooooo lecker!

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