So macht vegan schlank

Um die vegane Ernährung und ihre Kalorienzufuhr kursieren viele Gerüchte. Fix ist: Wer die Ernährungspyramide befolgt, ernährt sich ausgewogen, gesund und bleibt schlank.
Karin WEINGRILL / 29. Jänner 2019

Überschüssige Kilos haben die Österreicher mehr als genug, sind doch landesweit 3,4 Millionen unserer Einwohner übergewichtig oder adipös. Das Resultat aus zu viel tierischen Fetten und Transfetten, zu viel Zucker, zu viel Salz und zu wenig Bewegung. Dass sich das negativ auf die Gesundheit und auf die Lebenserwartung jedes Einzelnen auswirkt, liegt auf der Hand.

Und auch, wenn man es immer wieder mit neuer Motivation versucht, mit den Diäten und Hungerkuren, die einen raschen Gewichtsverlust versprechen, klappt es langfristig einfach nicht. Einzig die Änderung des Lebensstils mit achtsamer Ernährung, ausreichend Bewegung und Sport und genügend Schlaf und Zeit für Entspannung führt nachhaltig zum gewünschten Erfolg. Eine vegane Ernährung ist perfekt geeignet, den überschüssigen Fettpölsterchen den Kampf anzusagen – pflanzliche Produkte sind durchschnittlich kalorienärmer, enthalten aber gleichzeitig mehr Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und andere wichtige Vitalstoffe als Fleisch, Wurst, Käse & Co.

Aber auch eine vegane Ernährung bringt nicht den gewünschten Erfolg, wenn man häufig stark verarbeitete Produkte kauft oder wenn die Lebensmittelauswahl zu einseitig ist. Nur eine vollwertige und abwechslungsreiche Pflanzenkost mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Obst, Vollkorngetreide, Nüssen und Samen ist der richtige Weg zum Wunschgewicht und fördert auch das Wohlbefinden und die Gesunderhaltung.

Bei der praktischen Umsetzung unterstützt die vegane Lebensmittelpyramide mit dem Ziel, die Nahrungsmittel aus den einzelnen Ebenen in einem ausgewogenen Verhältnis zu sich zu nehmen. (siehe Abb. oben)

Die Devise, um zur Traumfigur zu gelangen, heißt also: vegan schlemmen und genießen, anstatt zu hungern!

 

Tipp für veganen Genuss:

Süßkartoffeln sind sehr bekömmlich, extrem fett- und kalorienarm und regen aufgrund des hohen Ballaststoffgehaltes die Verdauung an. Durch den hohen Gehalt an Antioxidantien in Form von Carotinoiden, die für die orange Farbe verantwortlich sind, und Anthozyanen schützen sie unseren Körper vor allem vor jenen Erkrankungen, die mit Entzündungen einhergehen, wie beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Alzheimer. Süßkartoffeln enthalten außerdem das zellschützende Vitamin E, das die Hautalterung verzögert.

Süßkartoffeln sind eine leckere Alternative zu den herkömmlichen Kartoffeln und lassen sich auf vielerlei Arten zu leckeren Speisen verarbeiten.


Süßkartoffel-Karottensuppe mit Ingwer und Orangensaft
Zutaten:

1 kleine Stange Lauch
1 kleines Stück Ingwer
1 große Süßkartoffel
3 Karotten
Saft von 1 Orange
etwas Olivenöl
ca. 750 ml Gemüsebrühe
Kurkuma, Curry Madras, Paprikapulver, Kardamon, Salz, Pfeffer, evtl. Chiliflocken

Zubereitung:

Gemüse putzen und klein schneiden
Lauch mit dem Ingwer in etwas Olivenöl leicht anschwitzen, Kurkuma und Currypulver etwas mitrösten
Süßkartoffel- und Karottenwürfel hinzugeben und kurz anbraten
Mit Gemüsebrühe aufgießen, zwei oder drei Kardamonsamen dazugeben
Die Suppe so lange leicht köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist
Mit dem Mixstab cremig fein pürieren, dann den frischen Orangensaft unterrühren
Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen, abschmecken; evtl. mit Chiliflocken abrunden

Diese Suppe eignet sich wunderbar als leichtes und kalorienarmes Abendessen. Sie ist schnell zubereitet und sättigt gut.
Mit Vollkornbrot genießen.

Rezept: Karin Weingrill

Karin Weingrill, MA
Expertin für vegane Ernährung,
www.enjoi.at
info@enjoi.at

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