Wintergemüse – Fitmacher für die kalten Tage

Tomaten, Paprika & Co finden wir das ganze Jahr über im Supermarktregal – doch muss das wirklich sein? Denn während sich die Jahreszeiten ändern, sollte sich eine naturgemäße Ernährung diesem Wechsel anpassen. Importe sind nicht notwendig - wir haben alles in der Region.
Karin WEINGRILL / 02. Jänner 2019

Die Auswahl an frischem Gemüse ist im Winter natürlich etwas eingeschränkt, aber gleichzeitig gibt es eine große Vielfalt an heimischen und regionalen Gemüsesorten, die auch in der kalten Jahreszeit Saison haben. Viele von ihnen sind richtige Vitaminbomben und bringen uns daher gestärkt und gesund durch die Kälte. Kauft man darüber hinaus Lebensmittel aus der Region, vermeidet man zusätzlich die oft sehr langen Transportwege und den enormen Wasserverbrauch in den trockenen Anbauländern.

Heimische Kraftspender

Typische Dauerbrenner sind natürlich Karotten, Kürbis, Rote Rüben, Kraut, Lauch, usw. – sie alle sorgen für eine schmackhafte, gesunde und abwechslungsreiche Winterküche. Daneben gibt es aber noch einige Fitmacher für die kalten Tage, die trotz ihrer Vorzüge heute von vielen Konsumenten schon fast in Vergessenheit geraten sind. Die Steckrübe beispielsweise wurde ursprünglich nur als Schweinefutter angebaut, heute weiß man diese vielseitig verwendbare Knolle mit ihrer krebshemmenden Wirkung immer mehr zu schätzen.

Ebenso beeindruckt der würzige Grünkohl durch seinen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und entzündungshemmenden Inhaltsstoffen und gilt als das Anti-Krebs-Gemüse schlechthin. Auch die mild und leicht nussig schmeckenden Pastinaken findet man wieder vermehrt auf so manchen regionalen Bauernmärkten. Sie schmecken nach dem Frost am besten, wenn durch die Kälte die Stärke bereits teilweise in Zucker umgewandelt wurde. Ein weiteres Superfood ist Topinambur, die leicht süßlich-nussig schmeckende kleine Knolle – sie ist kalorienarm und hat eine positive Wirkung auf die Verdauung und unser Immunsystem. Sie lässt sich wie Kartoffeln ganz unkompliziert für viele Speisen und Gerichte, wie zum Beispiel Aufläufe und Pürees, verarbeiten.

Und auch wenn draußen die Schneeflocken den Boden bedecken, muss man in der kalten Jahreszeit keineswegs auf einen frischen Salat verzichten. So lassen sich etwa mit Spinat, Chinakohl, Chicorée, Radicchio und Vogerlsalat bunte, schmackhafte und vitaminreiche Wintersalate zaubern.


GRÜNKOHLCHIPS AUS DEM OFEN
Grünkohl ist nicht nur ein Fitmacher in den kalten Wintermonaten, er schmeckt auch wunderbar würzig und lässt sich auf vielerlei Varianten zu leckeren Gerichten verarbeiten. So beispielsweise zu getrockneten Grünkohlchips aus dem Ofen – ein gesunder Snack und eine tolle Alternative zu den herkömmlich fetten Kartoffelchips.

Das gelingt ganz einfach und schnell – probiert es aus!

Zutaten

250 g Grünkohl
3 EL Olivenöl
1 TL Thymian
1 TL Salz
Pfeffer aus der Mühle
Evtl. Chiliflocken oder Paprikapulver nach Belieben

Zubereitung

Grünkohlblätter waschen und gut trockentupfen. Den Strunk von den Blättern entfernen und in kleine, mundgerechte Stücke reißen. Den Backofen auf 110°C vorheizen. Olivenöl mit Salz, Pfeffer und Thymian (evtl. auch Chiliflocken oder Paprikapulver) verrühren und mit den Grünkohlblättern vermengen (das gelingt am besten mit den Händen).

Die Chips auf einem Backpapier so auslegen, dass die Blätter möglichst nicht übereinander liegen. Im Backrohr ca. 20 bis 30 Minuten trocknen. Währenddessen den Backofen alle 5 Minuten kurz öffnen, damit die Feuchtigkeit austreten und die Chips schön knusprig werden können.

Karin Weingrill, MA
Expertin für vegane Ernährung,
www.enjoi.at
info@enjoi.at

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