Die Grundregeln der Hundehaltung

So großartig Hunde auch sind - sie sind auch eine große Verantwortung. Das führen Beißvorfälle leider immer wieder vor Augen. Eines steht aber fest: Kein Hund wird aggressiv geboren. Es sind die Menschen und Rahmenbedingungen, die ihn dazu machen können. Es gibt also einige Punkte zu beherzigen, wie man mit seinem Vierbeiner umgeht.
Alice Pichler
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Eine gute Sozialisierung

Hunde, die isoliert gehalten werden, wie etwa im Zwinger oder in einem Hinterhof, die nicht regelmäßig spazieren geführt und mit wenig Reizen konfrontiert werden, reagieren in vielen Situationen gestresst. Das kann zu Verhaltensauffälligkeiten und einer weitaus höheren Wahrscheinlichkeit eines Beißvorfalls führen. Daher ist von Welpenalter an darauf zu achten, Hunde positiv ins Familienleben zu integrieren.

Keine aversiven Trainingsmethoden

Das sind z.B. Schmerzreize über die Leine (Leinenruck), Schreckreize wie lautes Klatschen, spritzen mit einer Wasserpistole, Erziehungshalsbänder, erzwungene Unterwerfung oder andere Schmerzreize (anschnipsen, treten, an den Ohren ziehen uvm.). Langfristig können solche Methoden zu Angststörungen und Verhaltensauffälligkeiten führen. Letztendlich zerstören sie das Vertrauen des Hundes Ihnen gegenüber und können ihn sogar unberechenbar machen. Sicheres Hundetraining basiert auf Gewaltfreiheit und arbeitet belohnungsorientiert.

Sich der Bedürfnisse des Hundes bewusst sein

Je nach Alter und Rasse sind die Bedürfnisse eines Hundes vollkommen unterschiedlich. Ein junger Hund bedeutet meist eine besonders große Herausforderung. Gerade für Hundeanfänger empfiehlt sich daher ein älterer, wesensfester Hund, dessen Charakter man bereits einschätzen kann. Gleichzeitig sollte man sich der rassespezifischen Eigenheiten bewusst sein.

Sehen Sie Ihren Hund als Familienmitglied

Achten Sie darauf, wie sich Ihr Hund in der jeweiligen Situation fühlt. Dazu ist es notwendig, sich Wissen über seine Körpersprache und Kommunikation anzueignen. JEDER verantwortungvolle Hundehalter sollte sich also über Literatur, Vorträge oder Ausbildungen entsprechendes Wissen aneignen. Durch genaues Beobachten seines Hundes kann man dann selbst beurteilen, was für seinen Hund angemessen ist sowie gefährliche Situationen erkennen und vermeiden.

 

Beitrag aus Ausgabe 06/2018


„Wie man mit Hunden flüstert“ – Vortrag zur Hundehaltung
08. Juni 2018, 18.00-21.00, Gasthaus Drobits Oberwart

Wie man mit Hunden sicher und glücklich zusammenlebt, darüber klären an diesem Abend gleich drei Vortragende auf, die gemeinsam eine geballte Ladung an Hundewissen und Erfahrung mitbringen. Wie immer wird es viel Raum für Fragen, Erfahrungsaustausch und Diskussionen geben. Alle Hundefreunde sind herzlich zu diesem tollen Abend eingeladen.

Vortragende: Petra Frey, Carina Szauer, Alice Pichler

Eintritt: 7 Euro (zugunsten des Vereins „Wir fürs Tier“)
Näheres unter: www.wirfuerstier.at/veranstaltungen

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