Tierschutzverein ist am Limit

Streunerkatzen leiden oft an Erkrankungen, die zu einem qualvollen Tod führen.
Kastration ist die einzige Möglichkeit, um etwas dagegen zu tun. Der Verein „Wir fürs Tier“ leistet hier enorme Arbeit. Doch nun bitten die Tierschützer die Bevölkerung um Hilfe - denn das Leid ist so groß wie nie.
Nicole Mühl
Foto: Wir fürs Tier

Diese Streunerkatze konnte vom Verein „Wir fürs Tier“ eingefangen werden. Ihr Anblick ist für die ehrenamtlichen Tierschützer keine Seltenheit. Kastration ist die einzige Möglichkeit, diesem Tierleid ein Ende zu setzen. Dazu braucht der Verein nun die Hilfe der Bevölkerung. Foto © Wir fürs Tier

 

Es ist ein Hilferuf der Mitglieder des südburgenländischen Tierschutzvereins „Wir fürs Tier“: „Innerhalb von nur drei Monaten haben wir bereits 250 Streunerkatzen eingefangen und kastrieren lassen. Das tun wir alles in unserer Freizeit – und selbstverständlich ohne Bezahlung. Doch das Ausmaß heuer ist enorm und nagt an unseren Kräften – finanziell und zeitlich“, erklärt Vereins-Obfrau Alice Pichler.
Dabei wäre diese Situation zu verhindern, denn laut Gesetz ist jeder Katzenbesitzer dazu verpflichtet, sein Tier kastrieren zu lassen (ausgenommen Wohnungs- und Zuchtkatzen).

Mehr Meldungen als sonst
Der Verein bittet daher um Verständnis, dass es derzeit aufgrund der zahlreichen Meldungen unkastrierter Katzen zu Wartezeiten der Fang-Einsätze kommt. „Gleichzeitig möchten wir uns auch bei den kooperierenden Gemeinden für die finanzielle Unterstützung bedanken. Auch die vom Land, den Gemeinden und den Tierärzten ins Leben gerufene Gutscheinaktion ist uns eine Stütze. Sie deckt jedoch nur etwa ein Zehntel unserer Kastrationen“, so Pichler.
Derzeit sind die Gutscheine jedoch größtenteils aufgebraucht. Der Hilferuf des Vereins geht auch an die Gemeinden, mit der Bitte, dringend Gutscheine beim Land nachzubestellen.

„Die Zeit läuft gegen uns“
Bereits jetzt kommen die ersten Babykatzen auf die Welt. Viele werden aufgrund von meist inzuchtbedingten Erkrankungen sterben, von Menschenhand getötet oder zu Streunerkatzen werden und ein meist armseliges Dasein fristen. Jede kastrierte Katze bedeutet, unglaubliches Tierleid zu verhindern. Der Verein „Wir fürs Tier“ sucht daher einerseits Kastrationspaten, die die Kosten für eine Kastration übernehmen, andererseits ehrenamtliche Helfer (unter 0664/1539331).

Beitrag aus Ausgabe 05/2017


So können Sie helfen
• Ehrenamtlicher Helfer
• Kastrationspatenschaft: einmalig 30 Euro
• Mitglied: ab 2 Euro mtl.
• Sonstige einmalige Spende

Spendenkonto: Wir fürs Tier
Bank Burgenland
IBAN: AT68 51000902142 44900

Infos: 0676/6412875 oder 0664/1539331,
office@wirfuerstier.at
www.wirfuerstier.at

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