Urlaub! Wohin mit dem Vierbeiner?

Die Taschen sind gepackt, der Flieger gebucht - doch wie bringt man sein Tier am besten durch die Urlaubszeit?
Alice Pichler - Obfrau Verein "Wir fürs Tier" / 30. Juli 2018
Foto: ©veronika7833_fotolia.com

Tiere müssen in der Urlaubszeit gut versorgt werden

Katzen bleiben daheim

Katzen sind sehr ortsgebundene Tiere. Für sie ist ein Ortswechsel mit großem Stress und Angst verbunden, was zum Ausbrechen von Krankheiten führen kann. Für die Urlaubsbetreuung bedeutet das, dass diese idealerweise die Katze in deren Zuhause weiterbetreut. Dafür kommen Heimtierservices oder Betreuung durch Nachbarn oder Bekannte am besten in Frage. Wenn der Urlaub nicht zu lange dauert, ist für erwachsene Tiere eine zumindest zweimal tägliche Betreuung sinnvoll. Bei jüngeren Tieren sollte diese öfter am Tag stattfinden.

Hunde können mit

Hunde müssen mehrmals täglich betreut werden. Ein Ortswechsel ist für sie weit weniger problematisch. Er sollte nach Möglichkeit vor Antreten des Urlaubs gemeinsam mit dem Hund vorbereitet werden: Der Hund sollte Betreuungspersonen und seine vorübergehende Unterkunft also bereits kennen. Bei der Auswahl von Hundepensionen sollte man auf einen gewaltfreien Umgang mit den Hunden achten sowie dass die Hunde möglichst stressfrei untergebracht werden und durch tägliche Spaziergänge und Aktivitäten ausgelastet sind.

Mit dem Tier auf Urlaub?

Das Zurückbleiben ist für die meisten Hunde, auch wenn sie gut betreut werden, nicht angenehm. Man sollte sich daher auch überlegen, ob die Möglichkeit besteht sie mitzunehmen. Mit gut sozialisierten Hunden lässt sich oft ein toller gemeinsamer Urlaub verbringen – es gibt mittlerweile auch viele hundefreundliche Hotels. Bei Reisen ins Ausland sollte man sich beim Amtstierarzt über Quarantäne- und Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes informieren. Für Reisen in EU-Länder reicht meist ein gültiger EU-Impfpass.

Von Flugreisen für Tiere ist komplett abzuraten. Die Unterbringung im Gebäckraum kann trotz eventueller Beruhigungsmittel sehr traumatisch für die Tiere sein.

Fundtier – Was tun?

In der Urlaubszeit kommt es leider auch immer wieder vor, dass Tiere ausgesetzt werden. Doch wer ist zuständig, wenn ein Tier gefunden wird?

Im Burgenland gilt: Der erste Ansprechpartner ist nicht das Landestierschutzhaus, sondern die Gemeinden bzw. die Polizei. Die Gemeinden müssen auch außerhalb der Amtsstunden bzw. in der Nacht einen Journaldienst haben, der von der Polizei informiert werden muss. Ebenso muss eine Meldung an den zuständigen Amtstierarzt eingehen. Fundtiere müssen drei Tage von der zuständigen Gemeinde untergebracht werden. Kann kein Besitzer ermittelt werden, entscheidet der Amtstierarzt nach einer behördlichen Überprüfung der Angaben der Finder über die Zuweisung des Tieres in das burgenländische Landestierheim.

Beitrag aus Ausgabe 08/2018


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