Wildtiere in Not

Mit dem Frühling erwacht auch die Tierwelt. Doch was soll man tun, wenn man ein verletztes Wildtier findet?
Alice Pichler, Obfrau "Wir fürs Tier"
Foto: Gabriele Planthaber/pixelio.de

Bitte keine Wildtiere anfassen – außer, sie sind in Gefahr!

 

Viele Wildtiere erwachen dieser Tage aus ihrem Winterschlaf. Ihnen müssen wir helfen! Mitgenommen von den kalten Temperaturen freuen sich Igel gerade jetzt, wo es noch sehr wenige Nahrungsquellen für sie gibt, über angebotenes Futter. Doch Vorsicht: Milch sollte keine gegeben werden – das kann zu Durchfall führen und tödlich enden. Spezielles Igelfutter kann man im Handel erwerben. Als Erstnahrung eignen sich Katzenfutter, gekochtes Ei oder angebratenes, ungewürztes und nicht gesalzenes Hackfleisch. Eichhörnchen freuen sich über Hasel- oder Walnüsse.
Die Babysaison hat bei vielen Wildtieren bereits begonnen. Immer wieder tauchen verwaiste Tierbabys auf, manchmal sogar verletzt. Wer ein Wildtier findet, sollte unbedingt drei Punkte beachten:

1. Nicht anfassen! Zuerst beobachten, ob das Muttertier das Kleine nur abgelegt hat. Beim Feldhasen ist es so, dass die Mutter die Tiere nur zweimal täglich säugt und sie den Rest des Tages alleine sind. Scheinbar verlassene Feldhasen sind es also in den meisten Fällen gar nicht. Umgekehrt suchen wiederum junge Eichhörnchen den Kontakt zum Menschen, wenn sie in Not sind. Das Vorgehen unterscheidet sich also von Tierart zu Tierart, aber durch vorschnelles Anfassen kann die gutgemeinte Hilfe genau das Gegenteil bewirken.

2. Verletzte Wildtiere sichern! Sollte das Tier verletzt sein oder durch Hund, Katze oder Straßenverkehr gefährdet sein, muss man einschreiten.

3. Kompetente Auskunft einholen! Der Verein „Wir Fürs Tier“ bietet auf seinen Notrufnummern 0676/641 28 75 oder 0664/533 00 75 die Möglichkeit, sich über das richtige Vorgehen zu informieren und die richtige Entscheidung im Sinne des Tieres zu treffen.

Beitrag aus Ausgabe 04/2018


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