Die 5 größten Mythen zur veganen Ernährung

Die Anzahl der vegan lebenden Menschen nimmt immer mehr zu. Allein in Österreich leben etwa 80.000 Veganer. Doch trotz der steigenden Beliebtheit und der breiten Akzeptanz der veganen Lebensweise sehen sich Veganerinnen und Veganer oftmals hartnäckigen Vorurteilen und falschen Mythen ausgesetzt.
Karin WEINGRILL / 26. August 2019
Foto: Unsplash / zVg

1. Eine vegane Ernährung ist ungesund.

Zahlreiche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzenbasierte Ernährung der Schlüssel für ein längeres Leben sein kann. VeganerInnen sind weniger übergewichtig, haben ein geringeres Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Tumorerkrankungen. Zusätzlich achten ernährungsbewusste Menschen mehr auf einen gesunden Lebensstil, rauchen seltener und trinken weniger Alkohol, was sich auf die Lebenserwartung und -qualität natürlich positiv auswirkt.

2. Ein veganer Ernährungsstil ist für Schwangere und Kinder ungeeignet.

Eine vollwertige vegane Ernährung deckt sämtliche Nährstoffe ab, die man braucht. Dies gilt für jedes Lebensalter, also für Erwachsene genauso wie für Kinder und Schwangere oder Stillende. Es gibt eine Ausnahme, und das ist das Vitamin B12. Dieses Vitamin ist fast nur in tierischen Lebensmitteln enthalten und muss mit Nahrungsergänzungsmitteln oder mit Vitamin-B12-angereicherter Zahnpaste ergänzt werden.

3. Eine vegane Ernährung ist langweilig und einseitig.

Wenn man tiefer in die Welt der pflanzlichen Vielfalt eintaucht, ist das der Beginn eines bunten, abwechslungsreichen kulinarischen Abenteuers. Gibt es doch so viele verschiedene Gemüse- oder Getreidearten zu entdecken! Kennen Sie Hirse, Quinoa oder Buchweizen? Haben Sie schon mal Mangold, Pastinaken, Topinambur oder Steckrüben gegessen? Sie werden staunen, wie vielfältig und schmackhaft eine vegane Ernährung sein kann.

4. Vegane Ernährung ist teuer.

Vegane Fleisch- und Käseersatzprodukte enthalten oftmals hohe Mengen an Fett, Zucker und Salz sowie künstliche Farb- und Konservierungsstoffe, sind teuer und daher nicht empfehlenswert. Am besten kauft man regionale und saisonale pflanzliche Grundnahrungsmittel, wie Kartoffeln, Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Nüsse und Obst und kocht so oft wie möglich selbst.

5. Eine vegane Ernährung ist zeitaufwendig und kompliziert.

In den eigenen vier Wänden ist die Versorgung mit Pflanzenkost absolut unkompliziert. Wenn man gerne selbst kocht und sich mit den Grundrezepten der veganen Küche auseinandersetzt, entdeckt man bald, dass das vegane Kochen Spaß macht und die meisten Gerichte super schnell zubereitet werden können. Etwas schwieriger wird es, wenn man auswärts essen gehen will, doch viele Restaurants erkennen bereits den wachsenden Trend und immer mehr bieten zumindest einige vegane Speisen an.

 

ENJOI – Beratung für Ernährung, Diätologie und Gesundheit,
www.enjoi.at


Karin Weingrill, MA
Expertin für vegane Ernährung

HUMMUS Rezept
Viele vegane Gerichte können ganz einfach und leicht selbst zubereitet werden. Ein gesunder Klassiker ist die Kichererbsenpaste. Hummus enthält einen hohen Eiweißanteil, ist sehr ballaststoffreich und enthält gute Fettsäuren sowie viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Zutaten:
1 Dose (300 g) Kichererbsen
2 EL Tahin (Sesammus aus 100% Sesam)
2 EL Olivenöl
Saft von 1 Limette
1 Knoblauchzehe
1 TL Kurkuma
1 TL Paprikapulver
½ TL Kreuzkümmel
etwas Salz
etwas schwarzer Pfeffer
Chiliflocken nach Belieben
Frische Petersilie

Zubereitung:
Die Kichererbsen abseihen, die Flüssigkeit aufbewahren, um damit den Hummus cremig zu machen. Knoblauch klein schneiden, Petersilie grob hacken. Kichererbsen mit den Zutaten fein pürieren und je nach Konsistenz so lange noch Kichererbsenwasser von der Dose, Zitronensaft oder auch kaltes Wasser hinzugeben, bis der Hummus richtig schön cremig ist. Hummus abschmecken, mit frischer Petersilie garnieren – fertig!

Hummus schmeckt köstlich zu Brot oder Fladenbrot, eignet sich zum Dippen mit Rohkoststicks und passt perfekt zu Falafel oder Ofengemüse.

Rezept und Foto: Karin Weingrill

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