Im Gespräch

„2020 wird der größte Wirtschaftseinbruch in der Geschichte des Industriekapitalismus“

Das Coronavirus hat massive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Stephan Schulmeister zählt zu den renommiertesten Ökonomen Österreichs. Im Gespräch mit prima! Herausgeberin Nicole Mühl zeichnet er die Folgen des wirtschaftlichen Stillstands auf, aber auch, welchen Weg es aus der Krise gäbe.
Nicole MÜHL / 4. Mai 2020 / Podcast am Seitenende
Im Fokus

Unsere Senioren und das Virus

Die Corona-Krise hat unser aller Leben fest im Griff. „Hauptrisikogruppe“ aber sind die Alten. Auch medial wird unaufhörlich klar gemacht, dass das Damoklesschwert vor allem über den Senioren und jenen Menschen mit Vorerkrankungen schwebt. Es gab und wird primär unter dieser Gruppe Tote geben. Was diese Botschaft und die unsichtbare Gefahr der Ansteckung mit der älteren Generation macht und wie wir damit umgehen können, hat prima! erfragt.
Nora SCHLEICH / 4. Mai 2020 / Podcast am Seitenende
Reportage

„Im Spiel bleiben“

Der Schriftsteller, Regisseur und Musiker Peter Wagner ist im Fieber – nicht im Grippe- oder Coronafieber, sondern in einem Schaffensfieber. Mit seinem virtuellen Tagebuch „Aus der Einzelhaft“ hat er das Interesse renommierter Online-Kulturplattformen im In- und Ausland geweckt. Für ihn geht es – nicht nur in Zeiten von Corona – darum, im Spiel(en) zu bleiben.
Christian KEGLOVITS / 4. Mai 2020 / Podcast am Seitenende

Um den burgenländischen Tourismus zu unterstützen, bekommt jeder burgenländische Haushalt noch im Juni dieses Jahres ein "Burgenland-Bonusticket" zugesandt, das einen Urlaub im Bundesland mit 75 Euro fördert.

Aufsichtsratsvorsitzender des Burgenland Tourismus Gerhard Gucher, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Präsident des burgenländischen Weinbauverbands Andreas Liegenfeld präsentieren eine Unterstützungsaktion für den Urlaub daheim

 

„Österreich ist durch die Covid-19-Pandemie in die größte Tourismuskrise der Nachkriegszeit geschlittert. Gerade das Burgenland, in dem der Tourismus durch zahlreiche Fördermaßnahmen in den letzten Jahren einen wachsenden Stellenwert bekommen hat, ist davon massiv betroffen. Wir wollen durch einen gezielten Förderanreiz für den ‚Urlaub daheim’ ein starkes Comeback unserer Tourismuswirtschaft unterstützen. Die Burgenländerinnen und Burgenländer sollen mit dieser Aktion dazu animiert und motiviert werden, unser tolles Land noch besser kennen und genießen zu lernen. Gleichzeitig wollen wir mit diesem Bonus-Ticket den Burgenländerinnen und Burgenländern unter die Arme greifen, die derzeit vielfach ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen müssen“, betonte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bei der Präsentation des „Burgenland Bonustickets“.

Getreu dem Motto „Das Gute liegt so nah“ kann jeder Erwachsene und Jugendliche, der im Beherbergungsbetrieb altersbedingt den Vollpreis bezahlt (meist ab dem 14. Lebensjahr) und einen Wohnsitz im Burgenland hat, das Burgenland-Bonusticket geltend machen. Dieses Ticket hat einen Wert von 75 Euro und kann in allen teilnehmenden gewerblichen Beherbergungsbetrieben vom 1. Juli bis einschließlich 30. September 2020 eingelöst werden. Die Abwicklung erfolgt über den Burgenland Tourismus. Grundvoraussetzung ist, dass der Urlaubsaufenthalt für mindestens drei Nächte durchgehend gebucht wird.

Hoffeste in Planung

Unter dem Motto „Das Burgenland öffnet seine Türen“ präsentierte Weinbaupräsident Andreas Liegenfeld eine weitere Initiative zur Unterstützung des burgenländischen Tourismus. Über die Sommermonate sollen hunderte kleine Hoffeste, verteilt über das ganze Burgenland, veranstaltet werden. Wein Burgenland, Genuss Burgenland und Kultur Burgenland haben sich schon bereiterklärt, diese Idee in der Umsetzung zu unterstützen. Auch das Land wird sich mit Bewerbung, Koordination und einer finanziellen Starthilfe daran beteiligen. „Besondere Zeiten erfordern besondere Ideen. Unser Ziel ist es deshalb, durch diese Aktion, durch diesen genussreichen Zug, der durch das Burgenland tingeln soll, die heimischen Winzer, Gastwirte, Bauern und Veranstalter zu unterstützen und gleichzeitig auf die Bedürfnisse der Gäste einzugehen“, so Liegenfeld.

Am 31. Mai ist WeltnichtrauerInnentag. Der Psychosoziale Dienst Burgenland hat rechtzeitig ein neues Video herausgebracht, das Eltern darin unterstützen soll, ihre Kinder vom Rauchen abzuhalten.

Kampf gegen das Rauchen. Eltern wirken als Vorbild auf ihre Kinder.

 

In der Corona-Krise hat sich der Konsum von Tabak und Nikotin in Österreich erhöht. Das hat die Universität Wien im „Austria Corona Panel“ festgestellt. Für den Psychosozialen Dienst Burgenland (PSD) ist das ein zusätzlicher Grund, sich den WeltnichtraucherInnentag am 31. Mai bewusst vor Augen zu halten – mit einem neuen Video auf YouTube. Darin gibt Teresa Tendl-Dragosits (Klinische- und Gesundheitspsychologin) 10 Tipps für Eltern und andere Erwachsene zum Thema „Mit Jugendlichen übers Rauchen Reden- Was Eltern wissen sollten“ ( Link zum Video ).

Die Haltung noch wichtiger als das Verhalten

Auch ohne die Corona-Krise hat Österreich im Ländervergleich überdurchschnittlich viele Jugendliche RaucherInnen (HBSC-Studie, 2018). Es ist wissenschaftlich jedoch belegt, dass die ablehnende Haltung der Eltern/Erwachsenen dem Rauchen gegenüber einen größeren Einfluss auf das Rauchverhalten von Jugendlichen hat, als die Tatsache, ob Eltern selbst rauchen oder nicht.

Bei dieser ablehnenden Haltung setzen die 10 Tipps des PSD Burgenland an.

Folgendes können Eltern tun:

1. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Sie nicht wollen, dass es raucht.

2. Wichtige Gesprächsregeln beachten (Grundhaltung: „Du bist mir wichtig, ich wünsche mir, dass es dir gut geht und du gesund bleibst, deshalb möchte ich nicht, dass du rauchst“).

3. Wenn Sie selber rauchen: Sprechen Sie über Gründe und Schwierigkeiten.

4. Sprechen Sie über die Nachteile des Rauchens.

5. Setzen Sie Grenzen und vereinbaren Sie Regeln.

6. Wenn Sie selber rauchen: Überdenken Sie Ihre Rauchgewohnheiten.

7. Sprechen Sie über mögliche Fehlannahmen.

8. Seien Sie sich bewusst- Freunde Ihres Kindes haben großen Einfluss.

9. Unterstützen Sie Ihr Kind, wenn es aufhören will.

10. Holen Sie sich Hilfe bei Beratungsstellen Die abschließende Empfehlung von PSD-Expertin Teresa Tendl-Dragosits: „Kinder müssen von dieser Haltung wissen. Suchen Sie das Gespräch. Geben Sie diese Haltung nicht auf, auch wenn ihre Kinder älter werden“.


Burgenland: SPÖ, ÖVP und Grüne einigten sich auf Änderung bei Klubstärke ab zwei Mandate, Etablierung der Untersuchungsausschussregelungen des Bundes und novellierte Fragestunde.

ÖVP-Klubobmann Markus Ulram, Grünen-Landessprecherin Mag.a Regina Petrik, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich

 

„Ein guter Tag für die Demokratie“, freut sich Burgenlands GRÜNE Landessprecherin Regina Petrik. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil präsentierte gestern, 25. Mai 2020, gemeinsam mit SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich, ÖVP-Klubobmann Markus Ulram und Grünen-Landessprecherin Regina Petrik das Ergebnis der Verhandlungen zum Thema Verfassungsreform bzw. zukünftiger Landtagsarbeit. Mit der Novelle der Geschäftsordnung wird die Klubstärke künftig ab zwei Mandate sichergestellt sein. „Für mich ist ganz wichtig, dass man auch als absolute Mehrheitspartei, wie es sich jetzt für die Sozialdemokratie im Burgenland darstellt, trotzdem einen Schritt in Richtung Zusammenarbeit im Landtag geht – der Zusammenarbeit mit der Opposition“, so Doskozil.

Für die Grünen bedeutet Klubstärke nun mehr Personal, mehr finanzielle Mittel und auch mehr Möglichkeiten in der parlamentarischen Arbeit. „Mit dem Klubstatus bekommen wir wieder die Möglichkeit und die Ausstattung, die Landtagsarbeit mehr mitzugestalten und Kontrollrechte auszuüben“, so Petrik. Gerade in Zeiten einer Alleinregierung, sei es „besonders wichtig, dass eine gute, fundierte, sachliche Kontrollarbeit durch die Oppositionsparteien im Landtag möglich ist.“

Weiters einigten sich die Parteien SPÖ, ÖVP und Grüne auf die Etablierung der Verfahrensordnung des Nationalrates beim Untersuchungsausschuss, eine novellierte Fragestunde und auf mehr Kontrollrechte für die Opposition. „Das Ziel ist es, die Untersuchungsausschussregelungen des Bundes, des Nationalrates auch im Land zu etablieren und damit auch die Minderheitsrechte klar zu definieren und natürlich zu stärken.“ Auch die Änderung des Instruments der Fragestunde sei ihm ein persönliches Anliegen gewesen, betonte der Landeshauptmann. Die Befragung der Regierungsmitglieder münde vielfach darin, dass man sich politisch präsentiere und vorgefertigte Fragen gestellt bekomme. Das würde den „parlamentarischen Prozess, die Belebung des Landtages“ aus seiner Sicht bis zu einem „gewissen Grad“ hindern, so Doskozil. Daher werde in der Fragestunde künftig ein Regierungsmitglied eine Stunde zu seinem Zuständigkeitsbereich Rede und Antwort stehen.

Die Einreichfrist für den Literaturpreis 2020 der Energie Burgenland ist bis 25. September verlängert. Bis dahin sind Geschichten und Gedichte von Kindern und Jugendlichen zum Thema „Sonne“ gefragt.

Das Coronavirus habe die Teilnahme am Literaturwettbewerb der Energie Burgenland erheblich erschwert, weiß  Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits. „Deshalb verlängern wir die Frist für den schreibenden Nachwuchs bis ins nächste Schuljahr. Bis 25. September kann man Geschichten oder Gedichte zum Thema „Sonne“ an uns schicken.“ Der Umfang der Arbeiten ist auf drei DIN-A4-Seiten beziehungsweise drei Gedichte beschränkt.

Wer kann teilnehmen?

Alle, die hier geboren wurden, im Burgenland leben, gelebt haben oder hier zur Schule gehen. Es gibt zwei Kategorien – einerseits zwei Preise für 6- bis 10jährige und andererseits zwei Auszeichnungen für 11- bis 14jährige.

Was ist zu beachten?

Die eingereichten Arbeiten dürfen schriftlich noch nicht veröffentlicht sein. Sie müssen in gut leserlicher Form vorliegen. Als Manuskript sind sie in sechsfacher Ausführung einzusenden, die Einsendung per E-Mail ist an literaturpreis@energieburgenland.at möglich.

Die Jury

Von der Energie Burgenland werden fünf Juroren berufen: Sabine Schmall (Publizistin), Sabrina Hergovich-Unger (Literaturhaus Mattersburg), Katharina Tiwald (Autorin), Wolfgang Weisgram (Der Standard) und Heinz Vegh (Autor). Die Durchführung des Wettbewerbes erfolgt unter der Leitung von Gerhard Altmann.

Literarische Qualität und Originalität

Bewertet werden die literarische Qualität und Originalität sowie der Gesamteindruck der Texte. Bitte nur Kopien und keine Originale einsenden, da die Manuskripte nicht zurückgeschickt werden können. Der Umfang der Arbeiten ist auf drei DIN-A4-Seiten beziehungsweise drei Gedichte beschränkt.

Die Preise 6 bis 10jährige: 1. Preis: € 200,-, 2. Preis: € 150,-

Die Preise 11 bis 14jährige: 1. Preis: € 300,-, 2. Preis: € 200,-

Laufzeit

Die Einreichfrist zum Energie Burgenland Jugend-Literaturpreis läuft bis 25. September 2020. Einsendungen sind zu richten an: Energie Burgenland, Kennwort Literaturpreis, Kasernenstraße 9, 7000 Eisenstadt oder per E-Mail an literaturpreis@energieburgenland.at.

Details zur Ausschreibung unter www.energieburgenland.at