Gesunder Genuss – Kokosplätzchen

– vegan, glutenfrei
Karin WEINGRILL / 27. November 2020
Foto: Karin Weingrill

Rezept

Zutaten
60 g Aquafaba (Kichererbsenwasser)
¼ TL Weinsteinbackpulver
80 g Rohrohrzucker (fein)
½ TL Limettensaft
100 g Kokosnussraspeln
Dunkle Schokolade zum Verzieren

Zubereitung
Aquafaba mit dem Weinsteinbackpulver mixen, bis ein dicker Schaum entsteht (ca. 10 Min.). Nach und nach den feinen Rohrohrzucker zugeben und für weitere Minuten aufschlagen, bis die Masse glänzend ist und nur sehr langsam vom Rühraufsatz fließt. Kokosraspeln und Zitronensaft unterheben.

Mit einem Löffel kleine Häufchen auf das vorbereitete Backblech setzen. Plätzchen im vorgeheizten Rohr für ca. 25 bis 30 Minuten bis zur gewünschten Bräune bei 120 Grad backen.

Für die Verzierung die Schokolade schmelzen und die abgekühlten Plätzchen, am besten mit einem Spritzsack, nach Belieben garnieren.
Schokolade abkühlen lassen und genießen!

ENJOI!

Mein Tipp: Diese Kokosplätzchen schmecken nicht nur in der Weihnachtszeit!


Karin Weingrill
Expertin für vegane Ernährung

Aquafaba – der Eischnee ohne Ei

Ob für Hummus, Falafel oder herzhafte Currys: Kichererbsen sind oftmals Hauptbestandteil vieler köstlicher Gerichte und vor allem bei gesundheitsbewussten Menschen in aller Munde. Dabei wird schnell mal zu den Kichererbsen in der Dose gegriffen, was nicht nur günstig, sondern auch praktisch ist: Deckel auf, das Wasser abtropfen lassen und ab in den Topf. Doch Achtung, statt den Kichererbsensud wegzuschütten, sollte man ihn besser aufbehalten, denn hinter der Flüssigkeit steckt mehr als man im ersten Moment vermuten würde.

Das Kochen und Backen ist für Veganer nicht immer ganz einfach, sind doch tierische Lebensmittel und vor allem Eier die Grundlage vieler Lieblingsgerichte. Schon lange sind viele daher auf der Mission, passende pflanzliche Ersatzmittel zu finden, doch für Eischnee kann diese Suche nun endlich ein Ende finden. Die Lösung – Aquafaba. Was im ersten Moment ein wenig poetisch klingen mag, ist einfach nur die Zusammensetzung aus den lateinischen Worten Aqua (Wasser) und Faba (Bohne) und eine elegantere Bezeichnung für das Kichererbsenwasser, das sonst gerne mal im Abfluss landet.

Tatsächlich lässt sich das Kochwasser getrockneter Kichererbsen sowie das Dosenwasser der vorgekochten Variante genau wie Eiweiß aus dem Hühnerei zu einem Schaum schlagen, der auf dieselbe Art wie die tierische Variante eingesetzt werden kann. Dabei ist der vegane Eischnee nicht nur gesund und kalorienarm, sondern kann auch ganz leicht als Grundlage für unterschiedliche Naschereien dienen. Genauso wie das Hühnereiklar, kann das Kichererbsenwasser nach dem Aufschlagen zu Baiser verarbeitet werden, aber auch als Zutat für Kuchen, Kekse, Macarons, Nougat und Mousse au Chocolat verwendet werden. Darüber hinaus passt Aquafaba ebenfalls hervorragend in herzhafte Delikatessen, wie etwa bei der Herstellung veganer Butter, fluffiger Brötchen oder leckerer Soufflés.

Was die Zubereitung anbelangt, kann Aquafaba wie erwähnt genauso verwendet werden wie rohes Eiweiß. Noch geschmackvoller wird das Ganze zusätzlich, wenn man der Flüssigkeit noch Guarkernmehl, etwas Zitronensaft und ein wenig Zucker beimengt und die Masse mit ein wenig Mehl stabilisiert. Insgesamt ersetzen schon nur drei Teelöffel des Kichererbsenwassers ein ganzes Ei. Zwar findet man auf dem Markt mittlerweile einige Eiersatzprodukte, diese sind aber meist hochverarbeitet und nicht gerade billig. Vor allem wenn man gerne backt, jedoch auf Eier verzichten möchte, ist Aquafaba daher eine gesunde und schmackhafte Alternative und ein wahrer Geheimtipp.


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Kokosplätzchen

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