Gesunder Genuss – Linzer Kekse (Spitzbuben)

– Vegan, köstlich, einfache Zubereitung
Karin WEINGRILL / 26. November 2021
Foto: Karin Weingrill

Linzer Kekse (Spitzbuben)

Zutaten Teig:
300 g Dinkelmehl
100 g Rohrohrzucker (fein gemahlen)
80 g Mandeln gemahlen
1/2 TL Zimt
1/4 TL Vanillepulver gemahlen
3 EL Soja- oder Hafermilch
200 g pflanzl. Margarine (kalt)

Füllung:
Marmelade nach Belieben

Zubereitung
Für den Teig Dinkelmehl, fein gemahlenen Rohrohrzucker, gemahlene Mandeln, Zimt und Vanillezucker in einer Rührschüssel vermischen. Soja- oder Hafermilch und die in kleine Stücke geschnittene Margarine dazugeben und zügig zu einem Teig verkneten. Anschließend zugedeckt für mindestens 60 Minuten in den Kühlschrank legen.

Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den gekühlten Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 4-5 mm dick ausrollen und gleich viele Unter- und Oberseiten der Plätzchen ausstechen.

Plätzchen vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im Ofen ca. 10-15 Minuten goldgelb backen. Leicht abkühlen lassen.

Auf die noch warmen Unterseiten je ca.1 TL Marmelade verteilen, die gelochten Oberseiten aufsetzen und leicht andrücken.

ENJOI!
www.enjoi.at


Karin Weingrill MA
Expertin für vegane Ernährung

Vegan backen

Gleich mal vorweg… vegan backen kann jeder! Und pflanzliche Köstlichkeiten lassen sich mit wenigen Zutaten und mit weit weniger Zeitaufwand rasch und einfach zubereiten.

Die Grundrezepte für viele Teige bestehen ohnehin aus Mehl, Wasser, gegebenenfalls Hefe und Öl und kommen so ohne tierische Zutaten aus. Bei Kuchen, Keksen & Co kommt noch Zucker oder ein anderes Süßungsmittel hinzu, zum Verfeinern meist Nüsse, Obst und Trockenobst, Kakao und Gewürze.
Tierische Produkte, wie Eier, Butter und Milchprodukte werden zur Bindung, Lockerung, Färbung oder für den Geschmack zugegeben. In der veganen Backstube gibt es viele Möglichkeiten, diese Zutaten zu ersetzen.

Mürbteige, Rührteige oder auch Hefeteige lassen sich meist ganz einfach ohne Eier zubereiten. Die gelbliche Farbe lässt sich durch Zugabe von etwas Kurkumapulver ganz leicht erreichen.
Will man die Eier in Backwaren ersetzen, kommt es auf den Zweck des Zusatzes an. Zur Bindung verwendet man für den Ersatz von einem Ei 1½ Esslöffel geschroteten Leinsamen oder Chiasamen, die in 3-4 Esslöffel Wasser aufgequollen wurden. Auch ein Esslöffel Sojamehl vermischt mit zwei Esslöffel Wasser lässt sich zur Teigbindung bestens verwenden. Zum Auflockern des Teiges eignen sich zwei Esslöffel Apfelmus, eine halbe zerdrückte Banane oder 70 g pürierter Seidentofu für ein Ei.
Übrigens werden Teige auch besonders „fluffig“ durch Zugabe von Natron mit Zitronensaft. Wichtig ist bei allen veganen Teigen darauf zu achten, dass diese nicht zu viel gerührt werden. Es ist ausreichend, wenn die Zutaten mit dem Kochlöffel oder Schneebesen so lange vermengt werden, bis sich alles gerade mal verbunden hat.

Butter lässt sich am einfachsten durch eine 100-prozentige Pflanzenmargarine ersetzen. Es eignen sich allerdings hochwertige Pflanzenöle oder Nussmus, wenn es geschmacklich passend ist.

Anstelle Kuhmilch verwendet man am einfachsten eine pflanzliche Alternative wie z. B. Soja-, Erbsen-, Hafer-, Mandel- oder Kokosmilch. Auch für Joghurt, Buttermilch oder Topfen gibt es käufliche Alternativen, wie Sojajoghurt, Sojaskyr oder Topven. Pflanzliche Buttermilch lässt sich ganz einfach mit einem Pflanzendrink zubereiten, dem man pro 250 ml einen Esslöffel Apfelessig zusetzt und so lange stehen lässt, bis die Pflanzenmilch etwas ausflockt.

Sogar Eischnee kann ersetzt werden, wenn man beispielsweise Zimtsterne oder Biskuit backen möchte. Dafür verwendet man Aquafaba, die Einweichflüssigkeit von Kichererbsen und Bohnen. Aquafaba ist aufgeschlagen der ideale vegane Eischnee und lässt sich auf herkömmliche Weise verarbeiten.

Auch Schokoliebhaber bleiben nicht auf der Strecke, sind doch die herkömmliche Zartbitter-Schokolade, der Backkakao und auch die meiste Zartbitter-Kuvertüre sowieso vegan.
Honig wiederum lässt sich leicht durch Agavendicksaft, Ahornsirup oder Reissirup austauschen.


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