Gesunder Genuss – Streuselkuchen mit Erdbeeren

Streuselkuchen mit Erdbeeren – vegan, glutenfrei, fettarm, ballaststoffreich
Karin WEINGRILL / 1. Juli 2020
Foto: Karin Weingrill

Rezept

Zutaten

Für den Teig:
205 g Haferflocken (ev. glutenfrei)
120 g gemahlene Cashewkerne
90 g Hafermehl (ev. glutenfrei)
1 kleine reife Banane (80 g)
80 g Reissirup od. Agavendicksaft
60 g Sojacuisine
2 TL Backpulver

Für die Erdbeerschicht:
500 g Erdbeeren klein geschnitten
100 g Agavendicksaft
2-3 TL Zitronen- od. Limettensaft
5 TL Chiasamen
3 TL Kartoffel- oder Maisstärke

30 g Kokosmehl für den Streusel
Pflanzenmargarine zum Ausstreichen der Form

Zubereitung:
Alle Zutaten für die Erdbeerfüllung in einen Topf geben und den Inhalt zum Kochen bringen. 5-10 Minuten leicht köcheln lassen und gelegentlich umrühren.
Währenddessen alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und alles mit den Händen gut durchkneten. 2/3 des Teigs gleichmäßig in eine gefettete Backform
(18 x 28 cm) drücken. Die Erdbeerfüllung auf den Teig gießen und gleichmäßig verteilen. Zum restlichen Teig das Kokosmehl geben, durchkneten und als Streusel oben auf die Erdbeerfüllung geben. Streuselkuchen bei 180 ° C für 20-25 Minuten im Ofen backen.

Tipp: Dieser Kuchen schmeckt auch lecker mit Himbeeren, Brombeeren oder Heidelbeeen!

www.enjoi.at


Karin Weingrill, MA
Expertin für vegane Ernährung

Ernährungsmedizinische Infos über Zöliakie und glutenfreie Ernährung

Vegan mit Zöliakie

Ob Gemüsecurry, Bohnenburritos oder eine Buddha Bowl – für Vegetarier war es praktisch nie leichter, in einem Restaurant ein passendes Leibgericht zu finden. Schwieriger wird es, wenn mit einer vegane Ernährung noch die wenigen gebliebenen tierischen Produkte wegfallen oder man sogar mit einer Nahrungsmittelintoleranz zu kämpfen hat. Vorhang auf für Zöliakie.

Brot, Pasta und Seitan sind nur ein paar der vielen Lebensmittel, die Gluten, ein klebriges Eiweiß, das in verschiedenen Getreidesorten, wie zum Beispiel in Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel und Einkorn vorkommt. Während der nützliche Kleber an sich eine tolle Sache ist und beim Backen von Brot unerlässlich erscheint, kann er bei Menschen mit einer Gluten-Sensibilität oder einer Gluten-Unverträglichkeit – auch Zöliakie genannt – eine Schädigung der Dünndarmschleimhaut verursachen und die Aufnahmefähigkeit für Nährstoffe stark verringern. Die schlechte Nachricht: bis heute gibt es für Zöliakie keine Therapie, Menschen mit dieser chronischen Erkrankung müssen sich lebenslang strikt glutenfrei ernähren.

Dank gekennzeichneter Produkte und einem sich ständig weiterentwickelndem Sortiment ist eine glutenfreie Ernährung heute gar nicht mehr so kompliziert wie noch vor wenigen Jahren: Zöliakie-Betroffene finden in Super- und Biomärkten heute eine große Auswahl an glutenfreien Produkten, von Brot bis Pasta. Und auch viele Convenience-Produkte werden heute bewusst ohne Gluten-Bestandteile hergestellt. Besonders die relativ neuen glutenfreien Pseudogetreidearten wie Amaranth und Quinoa erfreuen sich in der glutenfreien Küche immer größerer Beliebtheit. Doch auch Altbekannte wie Hirse, Buchweizen, Mais und Reis können als hochwertige Abwechslung zum herkömmlichen Getreide angesehen werden. Sie alle lassen sich vielseitig in einer gesundheitsbewussten veganen Küche einsetzen: im Frühstücksbrei, im Müsli, in Süßspeisen, als Suppeneinlage, für Risotto, Laibchen oder in Form von Mehl in Pfannkuchen und Brot.

Hafer nimmt im Bereich der Zöliakie einen besonderen Platz ein. Während er bislang für Betroffene auf der Negativliste stand, gibt es dieses überaus gesunde Getreide heutzutage auch aus glutenfreier Herstellung zu kaufen. Denn Hafer wird zumeist in Verbindung mit anderen, glutenreichen Getreidesorten angepflanzt, geerntet und verarbeitet und selbst eine leichte Kontamination mit Gluten reicht, um bei Menschen mit Zöliakie eine Reaktion auszulösen. Doch nun muss niemand auf seinen Porridge zum Frühstück mehr verzichten – glutenfreier Hafer bzw. glutenfreie Haferflocken sind, wie alle glutenfreien Produkte, einfach zu erkennen an dem internationalen „Glutenfrei-Symbol“ der durchgestrichenen Ähre in einem Kreis.

Durch derartige Weiterentwicklungen und die Kennzeichnungspflicht war die Umstellung auf eine glutenfreie und pflanzenbetonte Ernährung noch nie so leicht. Trotzdem wird Betroffenen nach der Diagnosestellung eine kompetente Ernährungsberatung empfohlen. Auch wenn die Anfangsphase schwerfallen könnte, es gibt eine große Auswahl an glutenfreien, pflanzlichen Lebensmitteln und Gerichten, die die Küche bereichern können. Einer tierfreundlichen, vollwertigen, pflanzlichen Ernährung steht daher auch mit einer Zöliakie nichts mehr im Wege.


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