PIZZA – vegan, weizenfrei, ballaststoffreich

Karin WEINGRILL / 2. Juni 2020
Foto: Iris Milisits

 

Zutaten für 1 Blech (oder 2 kleine runde Pizzen)

Für den Teig:

300 g Dinkelvollmehl
1/2 P. Trockenhefe
1 TL Agavendicksaft
1 EL Olivenöl
200 ml lauwarmes Wasser
Dinkelmehl für die Arbeitsfläche

Für die Tomatensauce:

Tomaten geschält (frisch oder Dose)
2 EL Tomatenmark
Oregano, Basilikum, Thymian getrocknet oder frisch
Salz, Pfeffer

Für den Belag:

2 große Tomaten in Scheiben
1 kleine Zucchini in dünnen Scheiben
1 kleine Melanzane in dünnen Scheiben
1 Paprika rot oder gelb in Streifen
1/2 Dose Maiskörner
Frischer Thymian

Für den Hefeschmelz:

1 EL vegane Margarine
2 EL Dinkelmehl
200 ml Hafercreme (Hafercuisine)
1 TL Senf
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Dinkelvollmehl mit Trockenhefe, Agavendicksaft, Salz, Ölivenöl und dem lauwarmen Wasser gut zu einem Teig verkneten. Diesen zu einer Kugel formen, in eine Schüssel geben, zudecken und für ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Die geschälten Tomaten (frisch blanchiert oder aus der Dose) zusammen mit Tomatenmark, Kräutern, Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab pürieren.

Für den Hefeschmelz das Mehl in der Margarine im Topf anschwitzen. Mit Hafercuisine aufgießen und mit dem Schneebesen schnell glattrühren. Hefeflocken, Senf, Salz und Pfeffer einrühren und abschmecken.

Den Pizzateig auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen, nochmals gut durchkneten, ausrollen und auf ein gefettetes, mit Mehl bestäubtes Blech geben.

Teig mit Tomatensoße bestreichen, mit dem Gemüse belegen, Hefeschmelz teelöffelweise darauf geben. Frische Thymianblätter darüberstreuen.

Pizza im vorgeheizten Ofen bei 230 Grad auf unterster Schiene ca. 12-15 Minuten backen.

Ernährungsmedizinischer Tipp:
Lesen Sie in unserer prima! Website über pflanzliche Käsealternativen.


Käse ohne Milch – geht das?

Veganer Käse ist inzwischen in aller Munde. Von Frischkäse über Pizzakäse bis zu Mozzarella, Feta und würziger Schnittkäse – heute gibt es beinahe für jede Käsesorte eine pflanzliche Alternative. Und auch wenn es für viele Käseliebhaber unvorstellbar sein mag, die Nachfrage nach pflanzlichem Käseersatz wächst immer mehr, und das nicht nur bei Veganern. Das hat mehrere Gründe.

Einerseits ist da der Gesundheitseffekt. Veganer Käse wird meist aus hochwertigem pflanzlichem Protein von Erbsen oder Sojabohnen, aus Pflanzenölen, Nährhefen, Agarflocken, Gewürzen, und, oder Nüssen hergestellt. Darüber hinaus ist auch die Zugabe von verschiedenen, natürlichen Enzymen und verschiedenen Bakterienkulturen eine Möglichkeit, um veganen Käse herzustellen. Aufgrund dieser rein pflanzlichen Zusammensetzung sind vegane Käsealternativen reich an Eiweiß, Kalzium und Vitamin B12.

Und dank der stetigen Weiterentwicklung der Herstellungsweisen, wie das Fermentieren, schmecken pflanzliche Käse mittlerweile richtig gut. Dadurch wird es auch den Mischköstlern, die das Leid, das oftmals mit der Milch- und Käseproduktion verbunden ist, nicht weiter unterstützen wollen, immer mehr erleichtert, auf den Geschmack der veganen Käsealternativen zu kommen. Doch auch bei diesen pflanzlichen Produkten gilt der Grundsatz, wie bei allen verarbeiteten Lebensmitteln, sich die Zutatenliste genauer anzusehen. Diese sollte kurz und die Inhaltsstoffe und Nährwerte gut erkennbar sein. Und so kann das nächste Käsebrot nicht nur gut schmecken, sondern auch Teil einer gesunden, veganen Ernährung sein.


Karin Weingrill MA
Expertin für vegane Ernährung,
www.enjoi.at

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