Burgenländischer Integrationspreis 2024/25 im Zeichen des Sports verliehen

2024/25 stand der Burgenländische Integrationspreis im Zeichen des Sports. Winkler verwies darauf, dass Sport kulturelle, sprachliche und soziale Barrieren überwinden könne. Die ausgezeichneten Projekte würden zeigen, dass Integration im Alltag gelebt werde.

Nicole MÜHL / 13. Jänner 2026

Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf, Roland Poiger (Judoklub Oberwart – Obmann und Trainer) und Landesrätin Daniela Winkler

Der ASKÖ Ringsportverein Neufeld wurde mit dem Projekt „Ringen verbindet – Gewaltprävention, Integration, Talentfindung“ ausgezeichnet. Der Verein knüpft dabei an das bereits vor einigen Jahren gestartete Schulprojekt „Wrestling goes school“ an, das unter dem Motto „Ringen statt Raufen“ Kinder an Training von Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Teamgeist und Durchhaltevermögen heranführt.

Das aktuelle Projekt wird seit September 2024 durchgeführt und soll Teilhabe durch Sport ermöglichen. Von den derzeit 30 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen haben 15 keine österreichische Staatsbürgerschaft. Trainiert wird laut Beschreibung in der Altersgruppe bis zehn Jahre drei Mal pro Woche, Jugendliche trainieren täglich im Rahmen der schulischen Nachmittagsbetreuung 90 Minuten. Um sprachliche Barrieren zu überwinden, setzt der Verein Trainer:innen mit Migrationshintergrund ein. Als Ziele werden Gewaltprävention, soziale Integration, Vertrauen und Respekt sowie Talentfindung und langfristige Förderung genannt – sowohl im Leistungssport als auch ohne Leistungsorientierung oder mit Perspektive als Trainer:in.

Würdigungen: drei weitere Projekte zu „Integration im Sport“

Neben dem Preisträger wurden im Rahmen des Burgenländischen Integrationspreises 2024/25 drei Projekte gewürdigt:

Frauenhaus Burgenland – „Interkulturelles Sporttraining“
Das Projekt will Bewegung in den Alltag von von Gewalt betroffenen Frauen im Frauenhaus Burgenland integrieren, die vielfach Migrationshintergrund haben. Ziel ist eine wöchentliche bis zweiwöchentliche Sporteinheit mit anschließender Entspannung im Frauenhaus. Nach mindestens zehn gemeinsamen Stunden können die Frauen eine Jahresmitgliedschaft in einem Online-Fitnessprogramm erhalten und die Hanteln behalten.

Judoklub Oberwart – Trainings für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine und Russland
Der 1964 gegründete Judoklub Oberwart bietet laufend integratives Judotraining an und arbeitet gezielt mit Kindern anderer Herkunft. Viele Kinder haben einen Fluchthintergrund und stammen aus der Ukraine und Russland. Laut Text soll das Training auch das Ankommen in Österreich erleichtern. Kinder mit diagnostiziertem Integrationsbedarf werden in die Trainings einbezogen und gefördert; aktuell trainiert ein Kind mit Trisomie 21 im Verein.

Sportunion Burgenland – kostenloser Schwimmkurs für Kinder aus dem SOS-Kinderdorf
Mit der „Vereinsbonus“-Förderung realisierte die Sportunion Burgenland ein integratives Bewegungsangebot für Personen mit Migrationshintergrund und sozial benachteiligte Menschen, um Barrieren abzubauen. Im Sommer 2024 wurde ein kostenloser Schwimmkurs für rund 15 Kinder mit Flucht- oder Migrationshintergrund aus dem SOS-Kinderdorf durchgeführt. Ziel war laut Text neben dem Schwimmenlernen auch, Vertrauen aufzubauen und Gruppenerfahrungen zu ermöglichen. Als Hintergrund wird genannt, dass viele der Kinder keinen Zugang zu professionellem Schwimmunterricht hatten; der Kurs wird als Beitrag zu Chancengleichheit, Unfallprävention und sozialer Inklusion beschrieben.

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