Unternehmensgründungen im Burgenland 2025 gestiegen

Die Unternehmensgründungen im Burgenland haben im Jahr 2025 trotz internationaler Krisen und wirtschaftlicher Unsicherheiten spürbar zugelegt. Aktuelle Zahlen zeigen ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr und unterstreichen die Bedeutung von Neugründungen für den regionalen Wirtschaftsstandort.

Nicole MATSCH / 3. Feber 2026

Wirtschaftskammerpräsident Mst. Andreas Wirth und Wirtschaftskammerdirektor Harald Schermann (v. l.) freuen sich über mehr Unternehmensgründungen im Burgenland.

Im Jahr 2025 wurden im Burgenland insgesamt 1.592 neue Unternehmen gegründet. Das entspricht einem Anstieg um 72 Neugründungen gegenüber 2024. Damit setzte sich der positive Trend bei den Unternehmensgründungen im Burgenland fort. Wirtschaftskammerpräsident Mst. Andreas Wirth hält dazu fest: „Der Zuwachs 2025 zeigt einmal mehr: Gründen ist und bleibt ein echtes Zukunftsversprechen. Die Burgenländerinnen und Burgenländer beweisen Mut, ihre Ideen umzusetzen und schaffen damit Wertschöpfung wie auch Arbeitsplätze für die heimische Wirtschaft.“

Motive für die Selbstständigkeit und hoher Frauenanteil

Eine Umfrage des WKÖ-Gründerservices zeigt, dass mehr Flexibilität in der Lebensgestaltung das häufigste Motiv für eine Unternehmensgründung im Burgenland war. Dahinter folgten der Wunsch, eigene Entscheidungen zu treffen, sowie das Ziel, das Einkommen zu steigern.

Auffällig war 2025 der hohe Frauenanteil. Bei Einzelunternehmen, inklusive Personenbetreuerinnen, lag dieser bei 55,6 Prozent. Damit erreichte das Burgenland im Bundesländervergleich Platz zwei und lag deutlich über dem Österreichschnitt von 50,8 Prozent. Das Durchschnittsalter der Gründenden betrug 41,3 Jahre und lag damit über dem bundesweiten Mittelwert von 37,8 Jahren.

Branchen, Regionen und Bestandsdauer

Der Großteil der Unternehmensgründungen im Burgenland erfolgte 2025 in Form von Einzelunternehmen. Rund 83 Prozent der neuen Betriebe starteten in dieser Rechtsform. Nach Sparten entfielen 50,3 Prozent der Neugründungen auf Gewerbe und Handwerk, gefolgt vom Handel mit 23,3 Prozent sowie Information und Consulting mit 14,8 Prozent.

Regional betrachtet verzeichnete der Bezirk Eisenstadt mit 341 Neugründungen die höchste Zahl, vor Neusiedl mit 314 und Oberwart mit 242. Die Bestandsdauer der Unternehmen blieb auf hohem Niveau: Rund zwei Drittel der gegründeten Betriebe waren nach fünf Jahren weiterhin aktiv.

Wirtschaftliche Bedeutung und Unterstützung durch die Wirtschaftskammer

Unternehmensgründungen im Burgenland leisten auch einen messbaren volkswirtschaftlichen Beitrag. Eine Studie im Auftrag der Jungen Wirtschaft und des WKÖ-Gründerservices auf Basis der Daten aus 2023 weist für das Burgenland eine direkte Wertschöpfung von 92,6 Millionen Euro durch Neugründende aus. Insgesamt flossen 84,2 Millionen Euro an Steuern und Abgaben an Gebietskörperschaften und Sozialversicherungsträger.

Wirtschaftskammerdirektor Harald Schermann verweist auf das umfassende Unterstützungsangebot: „Wir unterstützen unter anderem auch in Form von online Tools wie Mindestumsatzrechner und Gründungsfitness-Check, aber auch mit Gründungsworkshops sowie individuellen Beratungen vor Ort.“ Ergänzend dazu finden von 13. bis 27. März 2026 die österreichweiten Gründungstage statt. „Dabei werden angehende sowie junge Unternehmerinnen und Unternehmer mit zusätzlichen Workshops, Webinaren und Beratungen beim Start in die Selbständigkeit unterstützt“, erklärt Verena Schermann vom Gründerservice Burgenland.

Alle Infos unter: Gründungstage – Events live & online im März – WKO

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