Nicole MÜHL / 9. Feber 2026
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Pflegekräfte entlasten und Pflege nachhaltig sichern ist das Ziel des Masterplans Pflege Steiermark
Nachhaltige Absicherung der Pflege
Mit dem Masterplan Pflege Steiermark verfolgt die Landesregierung das Ziel, die Pflege für alle Steirerinnen und Steirer nachhaltig abzusichern. Dabei sollen die Bedürfnisse der zu pflegenden Menschen ebenso berücksichtigt werden wie jene der Angehörigen und der Pflegekräfte. Landesrat Karlheinz Kornhäusl betont: „Wir wollen die Pflege nachhaltig für alle absichern und den Pflegekräften mehr Zeit am und mit den Menschen ermöglichen.“ Pflege dürfe nicht zu einem Angebot für wenige werden, sondern müsse jenen zur Verfügung stehen, die sie benötigen. Der Masterplan Pflege Steiermark soll daher auch einen breiten gesellschaftlichen Diskurs anstoßen.
Demografischer Wandel als zentrale Herausforderung
Eine der größten Herausforderungen für den Masterplan Pflege Steiermark ist der demografische Wandel. Laut Daten von Statistik Austria sinkt die Zahl der Erwerbsbevölkerung in der Steiermark von rund 750.000 Personen im Jahr 2025 auf etwa 680.000 bis 2050. Gleichzeitig steigt die Zahl der über 85-Jährigen von 40.000 auf 88.000. Diese Entwicklung führt zu steigenden Pflegebedarfen bei gleichzeitig weniger verfügbaren Arbeitskräften. Die Steiermark ist aufgrund des hohen Anteils an stationärer Pflege besonders betroffen. Daher wird auch der Bund aufgefordert, ein langfristig tragfähiges Finanzierungsmodell für die Pflege zu entwickeln.
Entlastung der Pflegekräfte und neue Modelle
Ein zentrales Ziel des Masterplan Pflege Steiermark ist die spürbare Entlastung der Pflegekräfte. Dabei sollen vor allem bürokratische und administrative Belastungen reduziert werden. Der Masterplan soll Raum für neue Modelle, Organisationsformen und Strukturen bieten. Grundlage dafür ist unter anderem das Steiermärkische Pflege- und Betreuungsgesetz, das innovative Pilotprojekte ermöglicht. Der Masterplan baut auf dem bereits beschlossenen Bedarfs- und Entwicklungsplan 2030 auf und soll als strategische Basis für zukünftige Planungen dienen.
Breite Beteiligung und Pflegeschlüssel im Fokus
Die Erarbeitung des Masterplan Pflege Steiermark soll unter Einbeziehung aller Interessierten erfolgen. Vorgesehen sind Dialogveranstaltungen in den Regionen sowie zumindest ein Pflege-Gipfel. Eingebunden werden unter anderem Trägerorganisationen, Gewerkschaften, Fachleute aus Universitäten und Fachhochschulen sowie Pflegekräfte selbst. Auch die Diskussion über den Personaleinsatz und den Pflegeschlüssel ist Teil des Prozesses. Landesrat Kornhäusl stellt klar, dass Anpassungen nicht zu Mehrbelastungen für Pflegekräfte führen dürfen. FPÖ-Klubobmann Marco Triller betont, dass eine Verschlechterung des Pflegeschlüssels für diese Landesregierung nicht in Frage komme.

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