Lawinengefahr in der Steiermark: Warnung bleibt vor Ferienwochenende aufrecht

Die Lawinengefahr in der Steiermark bleibt angespannt. Neuschnee, Wind und ein instabiles Schneefundament führen in weiten Teilen des Landes zu erheblichen Risiken. Eine Entwarnung gibt es auch vor dem zweiten Ferienwochenende nicht.

Nicole MATSCH / 19. Feber 2026

Lawinengefahr in der Steiermark. Auch am Ferienwochenende bleibt die Warnung aufrecht.

Neuschnee verschärft Lawinengefahr

Laut den Wetterexpert:innen der „GeoSphere Austria” fallen bis Freitagnachmittag stellenweise bis zu 50 Zentimeter Neuschnee. Dieser trifft auf einen ungünstigen Schneedeckenaufbau mit weit verbreiteten Schwachschichten. Dadurch steigt die Lawinengefahr in der Steiermark weiter an.

Zahlreiche Lawinenabgänge mit Personenbeteiligung haben zuletzt gezeigt, wie angespannt die Situation für Wintersportler:innen im freien alpinen Gelände ist. Gefahrenstellen sind teils nur schwer zu erkennen.

Harald Eitner, Leiter der Landeskatastrophenschutzabteilung, betont: „Angesichts der aktuellen Schneefälle und der angespannten Lawinensituation appelliere ich dringend an alle Wintersportler, bei Touren in ungesichertem Gelände besonders vorsichtig zu sein. Die Schneedecke ist vielerorts instabil, spontane Lawinenabgänge sind jederzeit möglich. Touren abseits gesicherter Pisten sind derzeit mit unkalkulierbaren Gefahren verbunden – ich ersuche alle Bergsportler, die Warnungen ernst zu nehmen und verantwortungsvoll zu handeln.”

Weitere Neuschneemengen am Wochenende erwartet

Eine weitere Verschärfung könnte das Wochenende bringen. Ab Samstagabend wird insbesondere in der Obersteiermark eine Warmfront erwartet, die erneut bis zu 50 Zentimeter Neuschnee bringen kann. In der Folge sind größere, spontane Lawinen möglich, die auch Verkehrswege erreichen können.

Da die Schneefälle auch den Westen, Süden und Osten des Landes betreffen und die Schneefallgrenze bis in die Niederungen sinkt, ist mit winterlichen Bedingungen auf den Straßen zu rechnen. Harald Eitner erklärt dazu: „Durch das Absinken der Schneefallgrenze bis in die Niederungen ist mit winterlichen Bedingungen auch auf den Straßen zu rechnen. Deshalb ist auch für Verkehrsteilnehmer besondere Vorsicht geboten.”

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