Nicole MATSCH / 26. Jänner 2026
© Landesmedienservice Burgenland
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (re.) und der steirische Gesundheitslandesrat Karlheinz Körnhäusl besprachen im Rahmen eines Burgenlandbesuches wichtigen Fragestellungen zur Gesundheitsversorgung.
Der Austausch fand im Rahmen eines Besuchs von Landesrat Kornhäusl im Burgenland statt. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen im Gesundheitsbereich sowie das gemeinsame Interesse an einer stabilen und verlässlichen Gesundheitsversorgung im Burgenland und in der Steiermark. Beide Seiten vereinbarten, Gespräche auf Fachebene zu vertiefen, um mögliche Kooperationen in einzelnen Themenfeldern zu prüfen. Die Gespräche sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden.
Regionale Versorgung im Fokus
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil betont den Anspruch des Burgenlands auf eine starke regionale Gesundheitsversorgung. „Wir brauchen im österreichischen Gesundheitswesen weder künstliche Grenzen noch eine Zentralisierung. Die Menschen verdienen bestmögliche und wohnortnahe Gesundheitsversorgung, die nicht vom Meldezettel abhängig sein darf. Deshalb investieren wir im Burgenland bewusst und gezielt in die Gesundheitsinfrastruktur, um den Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden. Zugleich verschließen wir uns nicht Gesprächen über die Ländergrenzen hinaus, um eine Zusammenarbeit in jenen Bereichen zu diskutieren, in denen sie für die Patientinnen und Patienten Sinn macht.“ Damit unterstreicht Doskozil die Bedeutung einer Gesundheitsversorgung mit regionalem Schwerpunkt.
Überregionale Zusammenarbeit als Ziel
Auch der steirische Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl verweist auf die Notwendigkeit länderübergreifender Kooperationen. „Gesundheit kennt keine Grenzen, daher legen wir in der Steiermark einen gezielten Fokus auf die Zusammenarbeit. Zwischen niedergelassenem Bereich und Spitälern, zwischen Land und Sozialversicherung, zwischen unterschiedlichen Spitalsträgern genauso wie zwischen Bundesländern.“ Das LKH Universitätsklinikum Graz nehme bereits eine zentrale Rolle in der Patientenversorgung im Süden Österreichs ein. Zudem gebe es intensive Gespräche mit Salzburg und Oberösterreich, um die Zusammenarbeit weiter auszubauen. Eine stärkere Gesundheitsversorgung im Burgenland und in der Steiermark könne laut Kornhäusl Vorteile für beide Bundesländer bringen. Gleichzeitig verwies er auf den Bedarf an einer umfassenden Reform des Gesundheitswesens auf Bundesebene.

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