FairYoungStyria-Preise 2026: Schulprojekte setzen Zeichen für globales Lernen

Bei der Verleihung der FairYoungStyria-Preise 2026 in der Grazer Burg zeichnete das Land Steiermark zehn Schulprojekte aus, die sich mit globaler Verantwortung und Entwicklungszusammenarbeit befassen. Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom überreichte die Preise an engagierte Schülerinnen und Schüler.

Nicole MATSCH / 12. Feber 2026

Beeindruckendes Engagement für Entwicklungszusammenarbeit von und in steirischen Schulen: Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom überreichte dafür an zehn Ausgezeichnete die FairYoungStyria-Preise 2026.

Aktuelle Herausforderungen machen nicht an Landesgrenzen halt. Deshalb fördert das Land Steiermark mit der FairStyria-Bildungsoffensive und den FairYoungStyria-Preisen Projekte zum „Globalen Lernen“. Am 11. Februar 2026 präsentierten Schulklassen im Weißen Saal der Grazer Burg ihre Arbeiten. Eine Jury prämierte zehn Projekte. Jedes erhält 500 Euro zur weiteren Umsetzung. Voraussetzung war ein Bezug zur Lebensrealität im globalen Süden sowie eine Verknüpfung mit dem Alltag von Kindern und Jugendlichen in der Steiermark.

Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom gratuliert den Beteiligten und betont, die Steiermark dürfe sich mit ihrem internationalen Engagement nicht innerhalb ihrer Landesgrenzen verstecken. Man müsse den Blick auf das große Ganze im Auge behalten, „wenn und weil wir in einer vernetzten Welt gut leben wollen“.

Vielfältige Themen bei den FairYoungStyria-Preisen

Die ausgezeichneten Projekte der FairYoungStyria-Preise decken ein breites Spektrum ab. Die Kroki-Schule Krottendorf-Gaisfeld setzte sich mit „Kleidung mit Geschichte“ auseinander und thematisierte Produktionsbedingungen, Lieferketten sowie Konsumverhalten. Die UNESCO-Volksschule Eisteich erforschte Kakao, Schokolade und fairen Handel und studierte das Theaterstück „Das Schokoladen-Abenteuer von Bohna und Bohni“ ein.

Die Praxisvolksschule PPH Augustinum widmete sich der Ressource Wasser und verglich Lebensrealitäten in Österreich und afrikanischen Ländern. Die MS Bruck an der Mur analysierte im Projekt „Was steckt in meiner Schokolade?“ globale Wertschöpfungsketten und führte unter anderem einen „Supermarkt-Check“ durch.

Internationale Perspektiven und Medienprojekte

Das Gymnasium/ORG Ursulinen gestaltete mit „Abêlana – miteinander teilen“ ein Projekt für Kinder der Volksgruppe San in Botswana. Das BG/BRG Gleisdorf erarbeitete mit „Stories for a better tomorrow“ ein englischsprachiges Kinderbuch zu globalen Zusammenhängen. Die 1C des BG/BRG Lichtenfels entwickelte mit „BRIDGE – Building Relationships in Diverse Global Education“ einen zweisprachigen Kalender in Kooperation mit AufwindPeru.

Erstmals thematisierte ein Projekt der FairYoungStyria-Preise einen aktuellen Krieg: Das BG/BRG/BORG HIB Liebenau-GPB produzierte einen Podcast zum Bürgerkrieg im Sudan. Die HTL Weiz – Medientechnikgruppe erstellte mit „Tomorrow starts local“ eine Nachhaltigkeitsdokumentation. Die LBS Bad Radkersburg entwickelte mit „Scent of Solidarity – Düfte verbinden Frauen“ eine interaktive Ausstellung zu globaler Kosmetikproduktion.

Die FairYoungStyria-Preise wurden im Herbst zum vierten Mal ausgeschrieben. Sie richten sich an alle steirischen Schulen der Primar- und Sekundarstufe. Die prämierten Projekte werden am 24. Juni 2026 beim FairStyria-Tag im Grazer Joanneumsviertel öffentlich vorgestellt.

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