Feriencamps Burgenland setzen auf persönliche Entwicklung statt klassischer Nachhilfe

Die Feriencamps Burgenland gehen heuer mit einem neu konzipierten Bildungsangebot in die Sommerferien. Im Mittelpunkt stehen persönliche Entwicklung, Talentförderung und lebenspraktisches Lernen – fernab vom klassischen Schulunterricht.

Nicole MÜHL / 6. Feber 2026

Bildungslandesrätin Daniela Winkler, Projektleiter Daniel Karacsonyi und Carina Pinzker (BAfEP Oberwart) bei der Präsentation der Feriencamps Burgenland 2026.

Persönliche Entwicklung im Fokus der Feriencamps Burgenland

Das Land Burgenland hat die Lern- und Feriencamps erstmals im Sommer 2021 eingeführt. Unter dem Motto „fit4future – Mehr als Lernen“ wurden Kinder vormittags auf den Schulstart vorbereitet, während die Nachmittage Sport, Spiel und Freizeitaktivitäten gewidmet waren. Dieses Konzept wurde nun weiterentwickelt. Der Fokus der Feriencamps Burgenland liegt stärker auf individueller Persönlichkeitsentwicklung sowie auf der Förderung von Talenten. Kreativität, Forschergeist, soziale und sprachliche Kompetenzen stehen dabei im Vordergrund. Bildungs- und Familienlandesrätin Daniela Winkler hält fest: „Die Sommerferien sind für die meisten Schülerinnen und Schüler das Highlight des Jahres. Sie bieten aber nicht nur Gelegenheit, sich zu erholen. Sie dienen auch dazu, dass sich die Kinder und Jugendlichen außerhalb der Schule in anderen Bereichen entwickeln und verstärkt ihren Interessen und Vorlieben nachgehen können.“

Workshops, Talente und lebenspraktisches Lernen

Die Feriencamps Burgenland werden an zwölf Standorten in allen Bezirken des Landes angeboten. Ziel ist es, dass jedes Kind eigene Stärken entdeckt und mit gestärktem Selbstvertrauen ins neue Schuljahr startet. „Das Angebot der Feriencamps Burgenland geht über jenes der Sommerschule hinaus“, erklärt Winkler. „Unser Fokus ist stärker auf Talententwicklung, als auf Wiederholen von Lehrinhalten und Lernen am Fach gerichtet.“ Gelernt wird in begabungs- und bedürfnisorientierten Workshops der Schwerpunkte Fit4Languages & Arts sowie Fit4MINT & Life. Die Kinder beschäftigen sich unter anderem mit Sprachen, Kunst, naturwissenschaftlichen Experimenten, algorithmischem Denken sowie Alltagskompetenzen wie Kochen, Erste Hilfe oder Berufsorientierung.

Auch die Initiative Fit4Diversity steht wieder am Programm. Damit wird ausdrücklich auch Kindern mit besonderen Bedürfnissen die Teilnahme an dem speziellen Ferien-Betreuungs-Programm ermöglicht – in persönlicher Absprache mit den Eltern oder Erziehungsberechtigten. Zudem stellt das Angebot durch die Einbindung von BAfEP-Schüler:innen die größte Praktikumsinitiative des Landes dar.

Übergänge begleiten und Familien unterstützen

Ein zentrales Element der Feriencamps Burgenland ist die gezielte Unterstützung bei Übergängen, etwa beim Schuleintritt oder Schulwechsel. Die Camps stärken Selbstständigkeit und soziale Kompetenzen und geben Sicherheit für kommende Schritte. Gleichzeitig stellen sie die größte Praktikumsoffensive des Landes dar. Schüler:innen der BAfEP Oberwart sammeln dabei praktische Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern. Angeboten werden die Feriencamps Burgenland ganztägig für Kinder vom verpflichtenden Kindergartenjahr bis zur 8. Schulstufe an den Standorten Bruckneudorf, Neusiedl am See, Frauenkirchen, Eisenstadt, Siegendorf, Mattersburg, Stoob, Pinkafeld, Oberwart, Stegersbach, Güssing und Jennersdorf. „Mit den Feriencamps verbinden wir qualitätsvolle Betreuung, gezielte Bildungsförderung und echte Chancengerechtigkeit“, betont Winkler.

Anmeldungen sind ab sofort unter feriencamp-burgenland.at möglich. Die vom Land geförderten Kosten für eine Woche inklusive Vollverpflegung betragen 129 Euro pro Kind. Organisiert werden die Feriencamps Burgenland von der Gästehäuser & Küchen Burgenland GmbH.

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