Naturschutz Steiermark: Fördermittel für Jugend, Vereine und Naturparks fixiert

Das Land Steiermark setzt 2026 gezielt auf den Schutz von Natur- und Kulturlandschaften. Im Rahmen des Förderschwerpunkts Naturschutz werden zahlreiche Organisationen, Programme und Regionen unterstützt, die konkrete Maßnahmen im Natur- und Artenschutz umsetzen. Insgesamt fließen mehrere hunderttausend Euro in Bildungsarbeit, Landschaftspflege, Kontrolle und regionale Entwicklung.

Nicole MÜHL / 30. Jänner 2026

Förderschwerpunkt Naturschutz in der Steiermark

„Wälder, Almen, Flusslandschaften, Moore und Kulturlandschaften prägen seit Generationen das Selbstverständnis der Grünen Mark. Diese tiefe Verbundenheit mit der Natur ist kein Schlagwort, sondern Teil der steirischen DNA”, unterstreicht Landesrat für Naturschutz Hannes Amesbauer. Daraus leite sich der Anspruch ab, wertvolle Lebensräume zu schützen, zu erhalten und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln. Der Förderschwerpunkt Naturschutz unterstützt dazu Organisationen und Projekte, die im Naturschutz Steiermark tagtäglich tätig sind.

Naturschutz Steiermark beginnt bei jungen Menschen

Der Zugang zur Natur gewinnt für Kinder und Jugendliche zunehmend an Bedeutung. Die Naturschutzjugend Steiermark erhält im Jahr 2026 eine Basisförderung von 72.192 Euro. Unterstützt werden unter anderem Maßnahmen im Biotopmanagement, Amphibien- und Artenschutz sowie Bildungs-, Ferien- und Schulprogramme. Ziel ist es, ökologische Verantwortung zu vermitteln und das Naturerbe der Steiermark langfristig zu sichern. Auch hier steht der Naturschutz Steiermark im Fokus einer nachhaltigen Bildungs- und Bewusstseinsarbeit.

Professioneller Natur- und Artenschutz in der gesamten Steiermark

Der Naturschutzbund Steiermark wird mit 149.630 Euro gefördert. Die Mittel fließen in Naturraumsicherung, Landschaftspflege, Artenschutz sowie Bildungs- und Informationsarbeit. Zusätzlich erhält die steirische Berg- und Naturwacht 400.000 Euro für ihre gesetzlich verankerten Aufgaben. Dazu zählen Einsätze und Kontrollen in sensiblen Naturbereichen, der Schutz von Naturhöhlen sowie Schulungsprogramme, etwa im Bereich Erste Hilfe. Damit wird der Naturschutz Steiermark auch organisatorisch und strukturell gestärkt.

Naturparks und Modellregionen als regionale Säulen

Die sieben steirischen Naturparke sowie der Verein Naturparke Steiermark werden mit insgesamt 550.000 Euro unterstützt. Gefördert werden Managementaufgaben, Naturschutzmaßnahmen, Bildungsarbeit und regionale Kooperationen. Ergänzend dazu werden 119.490 Euro für eine Machbarkeitsstudie zur landesweiten Landschaftspflege bereitgestellt. Weitere 26.250 Euro fließen in die Weiterentwicklung der Naturparke im Sinne der Naturpark-Österreich-Strategie.

Der Naturpark Steirische Eisenwurzen, als einziger Geopark der Steiermark, erhält 24.000 Euro zur Umsetzung der UNESCO-Empfehlungen. Für den Biosphärenpark Unteres Murtal werden 113.045,14 Euro bereitgestellt. Die Mittel dienen der Umsetzung eines Managementplans zur Stärkung der Modellregion für nachhaltiges Zusammenleben von Menschen und Natur. Auch diese Maßnahmen sind Teil eines langfristig angelegten Naturschutz Steiermark.

„Es geht um den Schutz und die Pflege unserer Kulturlandschaften, um regionale Wertschöpfung durch Zusammenarbeit mit Vereinen, Gemeinden und Ehrenamtlichen sowie um die generationenübergreifende Weitergabe eines Stücks steirischer Identität”, so Landesrat Hannes Amesbauer abschließend.

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