Nicole MATSCH / 21. Jänner 2026
© Büro LRin Winkler/Christoph Novak
Landesrätin Daniela Winkler (Mitte) gemeinsam mit Vizerektor Herbert Gabriel (Forschung und Hochschulentwicklung, Private Pädagogische Hochschule Burgenland), Rektorin Sabine Weisz (PPH Burgenland), Leiterin Sandra Steiner (Präsidialbereich Bildungsdirektion Burgenland) und Bildungsdirektor Alfred Lehner (v.l.) beim Tag der Elementarpädagogik (v.l.).
Der Tag der Elementarpädagogik 2026 fand am 20. Jänner im Bundesschulzentrum Eisenstadt statt. Anlass war nicht nur der internationale Fachtag selbst, sondern auch eine bedeutende organisatorische Änderung: Mit Jahresbeginn 2026 ging die behördliche Zuständigkeit für die Elementarpädagogik von der Landesverwaltung auf die Bildungsdirektion für Burgenland über. Parallel dazu erweitert die Private Pädagogische Hochschule Burgenland (PPH Burgenland) ihr Angebot und startet ab Herbst 2026 erstmals ein grundständiges Bachelorstudium Elementarpädagogik.
Bedeutung der Elementarpädagogik im Burgenland
Bildungslandesrätin Daniela Winkler hebt die Rolle der frühen Bildung hervor. Sie verweist auf die tägliche Arbeit der Pädagog:innen und ihrer Teams in Kinderbildungseinrichtungen und Kinderbetreuungseinrichtungen. „Das Burgenland hat sich in der Kinderbildung und Kinderbetreuung eine Vorreiterrolle erarbeitet“, erklärt Winkler und betont die notwendige Zusammenarbeit mehrerer Ebenen, insbesondere zwischen Gemeinden und Land.
Die hohe Betreuungsquote im Bundesländervergleich sei laut Winkler Ergebnis dieses Zusammenspiels. Studien wie zuletzt die PIAAC-Studie würden zudem zeigen, dass qualitätsvolle Betreuung und Förderung im frühen Alter eine wichtige Grundlage für den späteren Bildungserfolg darstellen.
Fachliche Impulse und Diskussionen
Unter dem Motto „Frühe Kindheit im 21. Jahrhundert: Positionen, Potenziale, Perspektiven“ bot der Tag der Elementarpädagogik 2026 Impulse aus Wissenschaft und Praxis. Thematisiert wurden unter anderem Ausbildung und Professionalisierung, Qualität in Kindergärten, zeitgemäße Arbeitsbedingungen, die Zusammenarbeit mit Eltern sowie Herausforderungen im pädagogischen Alltag.
Das Programm umfasste Online-Vorträge von Catherine Walter-Laager, Vizerektorin der Karl-Franzens-Universität Graz, sowie Dorothee Gutknecht von der Evangelischen Hochschule Freiburg. In einem anschließenden Podiumsgespräch diskutierten Vertreter:innen aus Ausbildung, Verwaltung und Praxis über zukünftige Entwicklungen in der Elementarpädagogik.
Neue Zuständigkeiten und Studienangebot
Bildungsdirektor Alfred Lehner bezeichnet die Neueingliederung der Elementarpädagogik in die Bildungsdirektion als Auftrag, Bildungsbegleitung vom Kindergarten bis zum Schulabschluss aus einer Hand zu gestalten. Ein Schwerpunkt liege dabei auf der Verbesserung der Übergänge zwischen den Bildungsinstitutionen.
Ein zentrales Zukunftsprojekt, das beim Tag der Elementarpädagogik 2026 vorgestellt wurde, ist das neue Bachelorstudium Elementarpädagogik an der PPH Burgenland. Rektorin Sabine Weisz betonte die Bedeutung wissenschaftlich ausgebildeter Fachkräfte und verwies auf den Studienstart im Herbst 2026.
Kurzinfo: Grundständiges Bachelorstudium Elementarpädagogik
Studienstart: Herbst 2026
Dauer: 6 Semester
Abschluss: Bachelor of Education (BEd) inklusive Berufsberechtigung
Infotag: 21. März 2026, 9 bis 14 Uhr
Ort: PPH Burgenland, Thomas-Alva-Edison-Straße 1, 7000 Eisenstadt

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