Verkehrssicherheitsbilanz Burgenland 2025: Land und Polizei ziehen Bilanz

Verkehrslandesrat Heinrich Dorner präsentierte gemeinsam mit Landespolizeidirektor Martin Huber und Oberst Andreas Stipsits von der Landesverkehrsabteilung die Verkehrssicherheitsbilanz Burgenland 2025. Im Fokus standen Initiativen zur Prävention, umfangreiche Kontrollen sowie statistische Auswertungen zu Unfällen, Geschwindigkeitsüberwachung und Schwerverkehr.

Nicole MÜHL / 30. Jänner 2026

Oberst Andreas Stipsits, Leiter der Landesverkehrsabteilung, Verkehrslandesrat Mag. Heinrich Dorner und Landespolizeidirektor Mag. Martin Huber

Die Verkehrssicherheitsbilanz Burgenland 2025 zeigt, dass Land und Polizei ihre Maßnahmen konsequent an den Hauptunfallursachen ausrichten. Dazu zählen Ablenkung am Steuer, überhöhte Geschwindigkeit sowie Alkohol- und Drogenbeeinträchtigung. „Wir haben das gemeinsame Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Zahl der Unfälle im Burgenland zu reduzieren. Diesen Schwerpunkt wollen wir auch im kommenden Jahr fortführen, denn die gesetzten Maßnahmen zeigen Erfolg“, erklärte Verkehrslandesrat Heinrich Dorner.

Schwerverkehr und Geschwindigkeitsüberwachung im Fokus

Ein zentraler Bestandteil der Verkehrssicherheitsbilanz Burgenland 2025 waren die landeseigenen Schwerverkehrskontrollen. Insgesamt absolvierten die zuständigen Stellen 702 Prüfeinsätze, teils in Kooperation mit ASFINAG und Polizei. Dabei wurden 4.675 Schwerfahrzeuge kontrolliert. Bei 39 Prozent der Fahrzeuge lag mindestens ein schwerer Mangel vor, bei 27 Prozent wurde ein Gefahr-in-Verzug-Mangel festgestellt, was unter anderem Kennzeichenabnahmen zur Folge hatte. Zusätzlich überprüften die Landesorgane bei 1.705 Lenker:innen die Lenk- und Ruhezeiten und zeigten 361 Übertretungen an.

Auch die Geschwindigkeitsüberwachung spielte eine wesentliche Rolle. Bei Messungen wurden rund 6,8 Millionen Fahrzeuge erfasst. In 80.289 Fällen wurde die erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschritten. Das entspricht einem Anteil von 1,18 Prozent und damit einem Rückgang gegenüber 2024. Dorner führte dazu aus: „Nach unserer Interpretation ist der sinkende Prozentsatz durchaus auf die engmaschigen Kontrollen zurückzuführen, die wir seit einigen Jahren durchführen.“

Präventionsprojekte und Unfallstatistik

Zur Verkehrssicherheitsbilanz Burgenland 2025 zählen zahlreiche Präventionsprojekte des Landes. Dazu gehörten Motorrad-Warmups mit 87 Teilnehmenden, das Verkehrssicherheitsprojekt „Close to“ mit 875 erreichten Jugendlichen sowie E-Bike-Kurse und Schulprojekte für Kinder und Senior:innen. Ergänzend wurden Maßnahmen wie Radfahrkurse, Schulweglotsen-Ausrüstungen und Initiativen gegen Ablenkung im Straßenverkehr aus dem Verkehrssicherheitsfonds unterstützt.

Die Polizei verzeichnete 2025 insgesamt 930 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr entspricht. 19 Personen kamen dabei ums Leben. Auffällig war, dass kein tödlicher Motorradunfall registriert wurde. Landespolizeidirektor Martin Huber betonte: „Die Hebung der Verkehrssicherheit bleibt auch heuer wieder ein zentrales Ziel für die Polizei im Burgenland.“ Für 2026 kündigten Land und Polizei an, die bestehenden Schwerpunkte fortzuführen und insbesondere Kontrollen im Bereich Geschwindigkeit, Schwerverkehr sowie Alkohol und Drogen weiter auszubauen.

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