Wissenschaftspreise des Landes Burgenland 2022

In Kobersdorf wurden am Mittwoch, 21. September 2022 die Wissenschaftspreise des Landes Burgenland vergeben. Das geschah erstmalig im Zuge einer Gala. Ebenso Premiere hatte die Verleihung des Simon-Goldberger-Preises für Erinnerungs- und Gedenkkultur.
Jessica GEYER / 23. September 2022
(c) Landesmedienservice Burgenland
Der Verein RE.F.U.G.I.U.S. wurde mit dem Simon-Goldberger-Preis Kategorie Erwachsenenbildung ausgezeichnet (v.l.): Horst Horvath, IKG-Vizepräsidentin Claudia Prutscher, Landesrat Heinrich Dorner, Paul Gulda, Christine Teuschler, Walter Reiss, Michael Achenbach und Wolfgang Horvath

Kulturpreis des Landes Burgenland, Sparte „Erwachsenenbildung“ und Sparte „Wissenschaft“:

Dieser Preis wird seit 1975 vergeben und zählt zu den höchsten Auszeichnungen im Bereich Kultur, Kunst, Wissenschaft und Erwachsenenbildung. Dieser wird mit 7.000 Euro dotiert. Den Kulturpreis in der Sparte Wissenschaft erhielt Walter Dujmovits. Er ist untrennbar mit der Auswanderung der Burgenländer*innen nach Amerika verbunden. Mit seiner Hilfe wurde in New York die Burgenländische Gemeinschaft gegründet, die Kontakte zwischen der alten Heimat und den ausgewanderten Burgenländer*innen fördert. Journalist Erich Schneller wurde posthum der Kulturpreis in der Sparte Erwachsenenbildung verliehen.

Simon-Goldberger-Preis für Erinnerungs- und Gedenkkultur:

Der Preis im Gedenken an den letzten Rabbiner der Synagoge Kobersdorf wird in den Kategorien „Schule“ und „Gedenkinitiative“ vergeben. Die Preisträger sind das Gymnasium der Diözese Eisenstadt Wolfgarten sowie der Verein RE.F.U.G.I.U.S. (Rechnitzer Flüchtlings- und Gedenktinitiative und Stiftung). Das BG BRG BORG Oberpullendorf und das BG BRG BORG Oberschützen erhielten einen Anerkennungspreis.

Fred Sinowatz-Wissenschaftspreis

Archäologin Manuela Thurner wurde für ihre Masterarbeit „Bergbau im Bernstein-Rechnitzer-Fenster – Untersuchung und Interpretation von Bergbauspuren durch Airborne Laser Scanning“ ausgezeichnet und erhielt ein Preisgeld in der Höhe von 5.000 Euro.

Young-Science-Wissenschaftspreis

Im Rahmen dieses Preises wurden drei vorwissenschaftliche Arbeiten mit einem Preisgeld in der Höhe von je 500 Euro ausgezeichnet:

  • Jakob Herowitsch, BG/BRG/BORG Oberpullendorf, für die Arbeit „Die drei ehemaligen Judengemeinden im Mittelburgenland im Vergleich“
  • Johanna Hess, BG/BRG Neusiedl am See, für die Arbeit „Nationalsozialistische Jugendorganisationen am Beispiel Neusiedl am See und Umgebung“.
  • Antonia Renner, BG/BRG Mattersburg, für die Arbeit „Die Auslösung der jüdischen Gemeinde Mattersburg im Jahr 1938“.

Burgenländischer Buchpreis 3×7

Dieser Preis ist ein gemeinsames Projekt des Landes Burgenland, des Buchhandels und der burgenländischen Bibliotheken. Er wurde bereits zum fünften Mal vergeben. Diesjährige Preisträger sind Heinz Janisch, mit dem Buch „Der Meisterdieb im Museum. Ein Fall von Jaromir“, Elke Kallinger mit „Vom Fluss und der Zeit“ und Gerhard Baumgartner mit „Einfach weg! – Verschwundene Romasiedlungen im Burgenland.



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